Interview: Bildung trifft mentale Gesundheit – Perspektiven aus der Pflegepädagogik

Shownotes

Deine Takeaways aus dieser Folge:

  • Psychische Belastungen in der Pflegeausbildung
  • Rolle der Lehrkräfte bei psychischer Gesundheit
  • Präventive Maßnahmen und Fortbildungen
  • Unterstützungsnetzwerke und Ressourcen
  • Bedeutung der mentalen Gesundheit für die Pflege

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Transkript anzeigen

00:00:01: Hallo Sina.

00:00:02: Hi Nadine!

00:00:03: Oh, jetzt hat es aber lange gedauert bis wir wieder zurück sind oder?

00:00:07: Auf jeden Fall ich habe ja auch schon was überlegt als kleine Ausrede denn das war ja erst chinesisches Neujahr.

00:00:15: Stimmt.

00:00:16: Wann war's Sina?

00:00:17: Am Dienstag?

00:00:19: Ja also sind wir gar nicht spät dran Wir sind quasi in Time weil wir nach dem chinesischen Neujah gehen Denn wir

00:00:26: starten zum Feuer fährt.

00:00:28: So siehts aus.

00:00:30: Und wir haben heute jemand mitgebracht, und zwar die Steffi.

00:00:35: Steffy magst du ein paar kurze Worte zu dir sagen?

00:00:40: Ja hallo!

00:00:41: Ich bin die Steffernie und ich bin Schulleitung an einer kleinen Pflegeschule in Baden-Württemberg.

00:00:52: Zusätzlich natürlich auch noch Lehrkraft.

00:00:59: Früher habe ich mal eine Altenpflegeausbildung begonnen und in ganz unterschiedlichen Settings gearbeitet, also Langzeitpflege bis hin zur psychiatrischen Pflege.

00:01:12: Und hab dann meinen Praxisanwalter gemacht und so bin ich in die Lehre geschlittert.

00:01:20: Also auch wieder einen Experten, den wir heute eingeladen.

00:01:24: Ein Expertin, nur dass wir das richtig hier sagen, die wir heute eingeladen haben.

00:01:29: Ja was hast du uns mitgebracht Steffi?

00:01:33: Das Thema psychische Erkrankungen in der Pflegerausbildung und zwar aus der Sicht

00:01:41: von

00:01:41: Lehrkräften weil ja ganz oft man das Thema schon auch in der Literatur erfindet, über psychische Erkrankungen bei Pflege aufzubildenden wie das so in der Praxis ist.

00:01:58: Aber mich hat interessiert was machen denn wir Lehrkräfte eigentlich damit?

00:02:03: Genau.

00:02:06: Ja ein total spannendes Thema was noch so selten bearbeitet ist wo es noch gar nicht viel zu gibt eigentlich.

00:02:13: Also

00:02:13: toll dass wir da Schwierigkeit haben, dass du das hier mal in unserem Podcast teilen kannst.

00:02:19: Ja, ich freue mich total.

00:02:20: Also ich finde das super spannend und ich brenne so ein bisschen zum einen Seite für die psychiatrische Pflege und zum anderen natürlich auch für das Thema Aussicht der Lehrkräfte.

00:02:33: und ja also hochspannend!

00:02:38: Du hast dich im Rahmen deiner einer wissenschaftlichen Arbeit näher damit befasst, also hast du auch ganz viel Literatur gewählt und dich quasi in das Thema ja vertieft eingearbeitet.

00:02:52: Ja lass uns doch einfach so ein bisschen teilhaben was da so vielleicht die Ausgangssituation ist und dann auch was schlussendlich Ja, was man da etwas ableiten kann vielleicht auch für heute.

00:03:08: Was gibt es jetzt schon für kurze Möglichkeiten?

00:03:10: Auch im Berufsalltag als Pädagoge Dinge vielleicht einfließen zu lassen?

00:03:17: Also ich hatte es ja eben schon kurz angeschnitten.

00:03:21: Die Literatur gibt da nicht allzu viel her, wenn es um die Sicht der Lehrkräfte geht und so war natürlich erstmal auf meine eigenen Erfahrungen angewiesen und habe dann in meiner Bachelorarbeit sechs Lehrkräften befragt die auch schon mindestens drei Jahre in der Pädagogik gearbeitet haben und Pflegeaufzubildende ausgebildet haben.

00:03:51: Und da war ganz klar, dass irgendwie alle schon Berührungspunkte damit hatten mit diesen psychischen Erkrankungen, Belastungen, Stresssituationen für Aufzubildenden in der Pflegeausbildung für die Praxis schon irgendwelche Handlungssituationen, irgendwelchen praktischen Anleitungen zu gibt und Erklärung und warum das so ist.

00:04:22: Aber eben nicht, warum blockt das Ganze dann in der Ausbildung im theoretischen Rahmen auf?

00:04:28: Und wie gehen die Lehrkräfte damit um?

00:04:30: Was machen sie denn wenn die dreißig Schüler in einem Kurs haben und die Hälfte davon Verhaltensweisen aufzeigen, die auf irgendeine psychische Erkrankung oder Belastung – es muss ja nicht immer gleich eine Erkannkung sein.

00:04:50: Aufzeigen?

00:04:51: und dann steht man da so und muss da natürlich erst mal schauen okay was mache ich denn damit hier?

00:04:57: Und das ist total unterschiedlich, was da rausgekommen ist und wie jeder damit umgeht.

00:05:09: Zu dieser Überlegung hauptsächlich, wenn du überhaupt Literatur gab oder auch Studien zu Grundschulen also meinbildenden Schulen aber nicht speziell für die Pflegeausbildung.

00:05:25: Also eigentlich ja ich bin ja selber Pädagogin das weiß man da draußen jetzt ja täglich Brot und doch so unterrepräsentiert eigentlich gerade in der Ausbildung zum Pflegefachmann-Pflegefachfrau Ja, fast wie ein blinde Fleck oder?

00:05:43: Ja.

00:05:43: Absolut!

00:05:48: Magst du vielleicht auch mal so einen Beispiel nennen aus der Praxis?

00:05:51: Wie ist das dann im Unterricht oder was dir vielleicht noch so hängen geblieben ist wo du sagst genau dass es so ein typisches Beispiel was auch vielleicht unsere höhere interessieren könnte denes auch so geht oder die ist interessiert wie wirkt sich das denn auf?

00:06:05: wie bekommt man das überhaupt mit?

00:06:07: ja also ein Beispiel Vergess ich nicht aus der Praxis war, dass sich eigentlich nur mal eben schnell eine neunzigminutige Klausur beaufsichtigen sollte und es kamen dann die Schüler so langsam in den Klassenraum rein.

00:06:27: Und dann ging es mit einer Person los, die gesagt hat oh also irgendwie ist jetzt nicht so gut.

00:06:35: Ich muss mal ans Fenster frische Luft okay alles klar da danach geschaut.

00:06:41: Dann kam die nächste personen hat gesagt ok Also ich hab eigentlich Prüfungsangst und mich stresst das Ganze so.

00:06:49: Wenn alle anderen da schon vor mir abgeben, kann ich nicht alleine

00:06:53: schreiben.".

00:06:55: Die nächste kam und hat auch gesagt ... Ich hab Bauchschmerzen hier ist übel und irgendwie glaub' ich krieg grad ne Panikattacke.

00:07:03: Okay!

00:07:04: Und dann stand ich da alleine hatte keine anderen Räumlichkeiten, hatte keine kollegiale Unterstützung weil alle im Unterricht waren Und musste dann schauen, wie ich da fünf bis sechs auffällige auchzubildende Betreuen musste.

00:07:22: Obwohl eigentlich eine Klausuranstand, die geschrieben werden musste und das war für mich total schwierig.

00:07:30: Das war so ein Punkt wo ich dachte okay... Was machst du?

00:07:33: Und wie machst du es das nächste Mal eigentlich besser, oder gibt's überhaupt irgendwie was ... Ja, was mach ich denn jetzt eigentlich?

00:07:40: Wer hilft mir denn eigentlich in so einem

00:07:42: Falle.

00:07:44: Wo ist dann hier die Lösung bei dir?

00:07:47: Genau, gezielt keinen Standort kann ich nicht mal irgendwas durchlesen wo mir sagt jetzt bitte das tun und dann jenes.

00:07:53: Da bin ich so in die Reflexion auch gegangen durch mein Studium und hab überlegt hast Du das eigentlich gelernt?

00:08:04: Also außer jetzt, dass ich von mir sagen kann.

00:08:08: Ich habe Erfahrungen

00:08:10: im

00:08:11: psychiatrischen Bereich durch meine vorige Arbeit aber es wurde mir in meinem Studium nichts dazu an die Hand gegeben das ich hätte sagen können okay ich bin ein bisschen darauf vorbereitet und weiß was ich jetzt

00:08:25: tun kann.

00:08:29: Und so ploppen dann diese Aufzubildenden, die erst mal auffällig scheinen durch ihr Verhalten auf und dann geht es natürlich los.

00:08:40: Dass man dann sieht okay diese Personen fehlen vielleicht auch viel öfter im Unterricht um in der Praxis.

00:08:47: Dann steigen so die Fehlzeiten oder Klausuren werden nicht geschrieben wenn sie beschrieben werden sollen sondern man ist dann krank und braucht danach

00:08:56: schreibe Termine.

00:08:57: Und so zieht sich das eigentlich ja durch die Ausbildung durch.

00:09:02: und dann, wenn man da dran bleibt erlebt.

00:09:06: Und hört man auch ganz emotional und sehr schlimme Geschichten teilweise von den Aufzugildenden.

00:09:14: also da geht es nicht immer um irgendeine Überforderung aufgrund von Klausurstress oder irgendwelchen Unannehmlichkeiten in der Theorie sondern da blocken wir wirklich psychiatrische Erkrankungen auf und nicht so.

00:09:32: die typische Generation Z ist jetzt überfordert

00:09:37: oder so.

00:09:38: Also Likki hilft dann schon auch mehr dahinter, das ist eigentlich auch so, dass er leben muss ich aus meiner Praxis mitbringe, dass man sich denkt oh, hoppala!

00:09:47: Da kommt jetzt aber mehr wie dieses Symptom, was wir ja dann häufig auch nur ... Das klingt jetzt wirklich nur sehen in dem Moment.

00:09:56: Wie ich muss mich ans Fenster setzen und ich brauche jetzt frische Luft an der Stelle.

00:10:01: Und diese Auszubildenden, die diese Herausforderungen oder auch... Ja, ich will das gar nicht immer gleich von Erkrankung sprechen gestern.

00:10:10: Das ist irgendwie dann immer so gleich schon so schwer.

00:10:13: Aber diese Auffälligkeiten halt einfach tendenziell mehr mitbringen mittlerweile, also das ist auch eine subjektive Einstellung.

00:10:23: Ich bin jetzt doch schon länger in der Pädagogik aber ich habe auch selber das Gefühl dass diese Auffälligkeiten mir zunehmen.

00:10:31: Ganz genau ja.

00:10:32: deswegen will ich auch gar nicht unbedingt immer sagen es ist ja gleich ne psychische Erkrankung weil das können wir ja gar nicht feststellen.

00:10:46: Aber man könnte ja sagen, wenn es in unserem Podcast jetzt um mentale Gesundheit auch geht, dass genau das der Knackpunkt ist.

00:10:54: Also es fehlt den Auszubilden eigentlich an mentaler Gesundheit was die Basis wäre, um überhaupt ins Lernen zukommen während der Ausbildung?

00:11:14: Das kennen wir ja alle selber von uns.

00:11:16: Wenn es dir nicht gut geht, wenn dein Kopf eigentlich gedanklich bei ganz vielen anderen Sachen ist die eine große einen großen Raum einnehmen dann kannst du keine Klausur schreiben.

00:11:28: Dann kannst du im Unterricht nicht dabei sein mitdenken.

00:11:33: das ist super schwierig an der Stelle.

00:11:36: und genau da kommen wir wieder zurück zu unserem Ansatzpunkt warum's auch so wichtig wäre auszubildende von und sage es wieder Tag eins ab in der Ausbildung, parallel zu diesem Fachunterricht mental zu stärken, zu bilden.

00:11:55: Und da aber auch glaube ich noch mal wirklich die Abgrenzung zu.

00:11:59: wir sind keine Psychologen und darum geht's uns gar nicht an dieser Stelle um.

00:12:03: das muss man dann auch gesondert glaube ich anschauen und wirklich sagen da an gewissen Stellen Ausgebildeten Psychiatern und Psychologen, die auch immer gehen.

00:12:15: Aber so diese Grundbasis an mentaler Gesundheit, das wäre ein großes Thema was man angehen müsste nicht nur fachlich sondern wirklich eine mentale Ausbildung der Pflegekraft

00:12:30: von morgen.

00:12:32: Ja da bin ich voll dabei.

00:12:34: aber schon die Ausbildung von Pflegepädagogen oder eben Lehrkräften in dem Bereich.

00:12:43: Und diese kurikulare Einbettung von Mental Health, so nenne ich es jetzt einmal über Begriff, dass sie das von Anfang an schon gleich durch Seminare oder Unterrichte mitbekommen aber auch die Pflegelährkräfte da was an die Hand

00:13:02: bekommen

00:13:03: und Schon im Studium eigentlich, schon im Studiums.

00:13:08: Dass man weiß okay die Möglichkeit besteht das auszubildende Sohn so reagieren weil und was könnte man da

00:13:16: tun?

00:13:19: Ja und nicht dann immer dieses wenns.

00:13:22: also wir haben glaube ich auch ganz viele Dinge die es schon gibt jetzt.

00:13:27: Das wird ja auch immer so.

00:13:28: diese Sozialpädagoge wird immer relevant in den einzelnen Bildungseinrichtungen.

00:13:33: Ich weiß jetzt schon, wie bei... ich habe immer so das Gefühl dass ihr die Finanzierung der große Problematik ist.

00:13:38: Also wer bezahlt ihn?

00:13:41: Gefühlt man jeder Fakten?

00:13:43: Ja den bräuchten wir und da geht es ja nicht nur um... Da sind dann auch Dinge dran wie... also die Wohnungssuche und das ist so multifaktioniell was ja auch wieder nicht zu einer psychischen Gesundheit führt.

00:13:58: wenn ich nicht weiß wo kann ich wohnen, kann ich mir die Wohnung leisten.

00:14:02: Sie sitzen nur ein Beispiel davon und ich habe immer so das Gefühl, es scheitert immer an der Finanzierung.

00:14:09: Ja, es geht um die Finanzierung und natürlich die Stelle, die dafür geschaffen

00:14:14: werden muss man.

00:14:16: Wenn man jetzt sagt, man bräuchte in fünfzig Prozent Sozialarbeiter oder Schulpsychologe dann muss das der Träger, der Konzern, die Schule natürlich erstmal irgendwie freigeben und bezahlen.

00:14:33: Und das ist dann immer ein großer Knackpunkt.

00:14:37: Da denke ich auch, wäre es vielleicht sinnvoll nicht immer dann erst den... Also klar dass man die dann hat wenn er Probleme auftritt.

00:14:43: aber Ich bin immer auch so der Typ muss es denn immer erst auftreten?

00:14:47: Dass wir uns drum kümmern können wir uns nicht eigentlich auch vorher schon mal drum kümmern ohne dass immer wie sagt man's so schön bei uns das Kind in dem Brunnen gefallen ist dass man dann irgendwie immer so, ja weiß auch nicht.

00:15:00: Also in der Ehe dafür lasst uns doch früher mal das ganze Thema angehen bevor es dann bergab geht.

00:15:05: Ja.

00:15:06: Ja, ja.

00:15:06: Auf jeden Fall.

00:15:11: Und Stefan

00:15:13: hat... Entschuldigung!

00:15:15: Alles gut.

00:15:16: Du hast ja im Vorgespräch was wir hatten auch erwähnt, was ich total spannend fand.

00:15:22: zum Thema Wann das Auftritt?

00:15:24: Dass du gesagt hast bei den Auszubildenden schon, so ist es nicht auf der Station wo das Auftritt oder wo das benannt wird.

00:15:32: Wo das als Problem behandelt wird sage ich mal sondern das ist wirklich in der Schule.

00:15:39: Das fand ich

00:15:39: auch ganz spannend

00:15:40: dass es also für auszubildende trotzdem so ein sicherer Ort sein muss um da auch seine Befindlichkeiten zu äußern sozusagen was nicht scheinbar in der Pflegepraxis stattfindet

00:15:56: Weil ich glaube in der Pflegepraxis, da geht es dann wirklich um dieses Funktionieren und vielleicht auch teilweise überleben erstmal.

00:16:03: Und die Praxisschock ganz am Anfang.

00:16:08: Wenn dann so die Probezeit rum ist und ich sage jetzt mal nach acht Monaten oder so, dann ist da ja schon eine Beziehung

00:16:16: da und

00:16:18: viele fühlen sich mit Sicherheit sicher bei den Lehrkräften in ihrer Schule und haben da einen Raum.

00:16:26: Und dann

00:16:28: kommt vielleicht noch irgendein kleines E-Typfelchen, und dann platzt so die Bombe.

00:16:33: So dieses Übertrieben gesagt ja.

00:16:38: Ja.

00:16:39: Das ist schon... Ich frage mich auch, kann man das schon im Vorfeld also bei Bewerbungen?

00:16:50: Kann man das erahnen, weil natürlich hängt da dann auch viel dran.

00:16:58: Also ich sage halt immer diese Fehlzeiten

00:17:00: sind ja so

00:17:02: enorm wichtig und diese Fehlzeitenregelung und die entstehen nun mal einfach durch psychische Belastungen oder Erkrankungen Und am Ende wird vielleicht das Examen nicht geschafft, muss verlängert werden oder Härtefallantrag.

00:17:20: Und dann frage ich mich tatsächlich, kann man das nicht einfach schon im Vorfeld bei in dieser Bewerbungsphase feststellen?

00:17:33: Das könnte man eigentlich auch erforschen.

00:17:36: Das könnte sich auch nochmal anschauen.

00:17:38: Gelder Masterarbeit oder so.

00:17:40: Ja bestimmt ein spannender Ansatz.

00:17:44: Ich kenne mir jetzt vorstellen, dass es da an den Kompetenzen, die wir als Pädagogen in unserem Studium mitbekommen.

00:17:54: Schwierig!

00:17:57: Irgendwie fühlt sich's gerade so gedanklich.

00:17:58: Oh, beißt sich ein bisschen im Kopf beim Auswahlverfahren bezüglich dessen vielleicht auch schon zu viel zu machen.

00:18:10: Die Herausforderungen, ich glaube oft ist auch dieses Thema ist nicht auch dieses Praktikum vielleicht wieder eine hohe, bringt das dann wieder ne hohe Relevanz vor?

00:18:19: befreuchende Ausbildung?

00:18:20: Also das ist ja auch früher.

00:18:21: in meiner Ausbildung war es zum Beispiel so dass du vorher Praktikas vorweisen musstest.

00:18:27: In mindestens zwei Kliniken, dass du schon ein bisschen weichst.

00:18:31: hey worauf lassen ich mich da drauf eilen.

00:18:34: Das hat man jetzt ja heute gar nicht mehr so wirklich.

00:18:37: Das alte ist natürlich auch ein Thema.

00:18:39: Ich musste damals achtzehn sein um die Ausbildung anfangen zu können.

00:18:44: Das sind glaube ich alles auch so Themen, die da mit reinspielen wenn ich mit sechzehn gewisse Situationen ausgesetzt bin.

00:18:54: Ich frage mich das manchmal schon ist es schon das Richtige für eine sechzenjährige Person egal ob männlich oder weiblich?

00:19:03: Ich meine, wir sind alle drin.

00:19:05: Und ich glaube auch alle Pflegekräfte, die uns da draußen zuhören wissen dass das nicht immer schöne Situationen sind, die man erlebt.

00:19:12: und dann haben wir natürlich auch noch dieses Thema Pflegenotstand.

00:19:17: Ja mag das Wort ja immer nichts so gern aber einfach die Versorgungslücken, die ja mittlerweile auch da sind um prekäre Situationen für Auszubildende wieder entstehen Das hätte ich mich mit sechzehn glaub' ich auch nicht.

00:19:31: Wenn ich mir heute überlege, müsste manche Situationen mit Sechzehn bewältigen.

00:19:35: Puh!

00:19:38: Ich

00:19:39: finde es auch... Es ist mit Sehzehn echt frün wenn man überlegt dass man damit sterbenden Tod Krankheit in allen unterschiedlichen Versorgungsbereichen da konfrontiert wird.

00:19:53: und ich sage in den Bewerbungsgesprächen immer ist klar, dass da Schichtdienst gearbeitet werden muss.

00:20:01: Klar bei der Jünger-Schutz.

00:20:06: Aber

00:20:07: trotzdem also die Rückmeldung, die ich von Auszubildenden habe, die jünger sind, ist schon, dass sie auch sagen, Boah, die Schule das ist schon anstrengend und ganz anderes Lernen und viel ganz anders halt wie in der Realschule.

00:20:26: Es kommt auch noch dazu ein ganz anderes Lernen haben.

00:20:30: Das ist ja nicht Mathe-Deutsch und Englisch, sondern dieses vernetzte Denken was er da so stattfinden muss und von das was es sich beim Diabetes lernet Blutzucker zu messen, dieses Blutzuckermessen hat aber nicht nur was mit Diabetes zu tun sondern das muss ich in allen anderen Krankheitsbildern.

00:20:49: Da ist jetzt noch ein banales Beispiel mit integrieren und musst dran denken ach so ja stimmt das muss sich ja da rausnehmen und mit Weitertransferieren.

00:20:59: Das ist schon auch eine hohe Kompetenz die wir da also auch abverlangen.

00:21:04: Ja ganz genau!

00:21:08: sind wir zwar die ganze Zeit irgendwie doch bei den auch zu bilden und versucht zu eruieren, woran es liegt.

00:21:16: Und was man tun kann.

00:21:19: um nochmal vielleicht kurz zurückzugehen für den Lehrkräften Die A ja im Studium wie gesagt das nicht irgendwie gelehrt bekommen Da frage ich mich halt auch da müsste ist eigentlich in einem regelmäßigen Abstand irgendwelche Fortbildungen geben.

00:21:40: Oder zu dem Thema Mental Health und psychische Erkrankungen, wie gehe ich damit um?

00:21:49: Und auch so bisschen Kommunikationstechniken vielleicht auch noch mal... Dass man wirklich also das dass man dann weiß was tue ich jetzt in der Situation XY?

00:22:02: oder dass man besser darauf vorbereitet ist

00:22:07: Was hast du denn rausbekommen innerhalb deiner Arbeit, was es schon für Möglichkeiten gibt.

00:22:14: Also wo sind Ansätze?

00:22:15: Was wissen Lehrende im Bereich Bezug auf mentale Gesundheit?

00:22:20: wie geht man mit Auszubildenden um?

00:22:22: also gibt das da schon etwas?

00:22:23: gibt es da Ansätze?

00:22:24: gibt es der Ideen?

00:22:26: Ja, also es gibt schon Ansätze die natürlich von Schulen zu Schulen ganz unterschiedlich sind und ich kann jetzt nur für den Bereich sprechen wo ich geforscht habe.

00:22:38: Und da war ganz klar das auf eigene Kommunikationstechniken zurückgegriffen wurde wie aktives Zuhören.

00:22:48: manchmal wurden irgendwelche

00:22:51: Unterstützungsangebote

00:22:53: vermittelt, wie irgendwelche Notruft-Telefonnummern der psychiatrische Dienst oder wenn es ganz schlimm war klar dass man dann den Rettungsdienst anruft.

00:23:04: das weiß man dann ja.

00:23:08: Entschuldigung aber da war auch der Wunsch da wir brauchen irgendwie ein Dienervielplatz wo drauf steht wen kann ich eigentlich hier in meinem Umkreis anrufen?

00:23:18: Das ist ja eine psychiatrische Klinik.

00:23:20: Die hat dann eine Aufnahmestation, das ist die und die Telefonnummer.

00:23:24: oder manche Arbeitgeber bieten EAP an.

00:23:30: Es ist ein Employate-Assistenprogramm wo man

00:23:33: anonym

00:23:34: anrufen kann und seinen Fall schildern kann und da auch nochmal Unterstützung bekommt.

00:23:41: Einige sagen solche Dinge wie Schulsozialarbeiter oder Vertrauenslehrer, die dann einfach intern in den Teams so ein bisschen verteilt wurden.

00:23:54: Das wurde auch schon als Unterstützung wahrgenommen und das hätte eigentlich schon fest implementiert werden müssen im personell.

00:24:04: Da sind wir wieder bei den Kosten, dass es einfach schwierig ist und letztendlich haben alle den Wunsch nach mehr Fortbildung.

00:24:18: Also haben diese Vorstellungen davon, dass das mehr Fortbildung in dem Thema stattfindet und dass es aber auch schon im Studium

00:24:25: aufgegriffen wird.

00:24:30: Also wirklich so die erste... also dass ich diese Situation im ersten Moment

00:24:38: mal...

00:24:39: Ich weiß, dass ich sie händeln kann und weiß okay was sind jetzt so die nächsten Schritte?

00:24:45: So hört sich's ein bisschen an Steffi oder gar nicht für Lösungen sorgen, sondern wirklich auch zu gucken okay hey wo kann ich hingehen?

00:24:55: Was gibt es für mich als Lehrkraft für Möglichkeiten ja meinem Lernenden auszubildenden jetzt dann einen weiteren Weg zu zeigen.

00:25:04: Sei's wie auch immer dass man mit einer psychiatrischen Klinik vielleicht auch wie so eine Kooperation irgendwie hat zu sagen ok wenn unsere Lernende jetzt akut auffällig sind und Hilfe brauchen dass sie sich da dran wenden können oder ein anonymes Telefon, wie du gerade auch gesagt hast.

00:25:23: In Bayern ist es ja auch dieses PSU was da ganz akut gerade momentan immer wieder im Umlauf ist und was auch ganz viele sich da auch ausbilden lassen.

00:25:36: Ja okay?

00:25:37: Genau!

00:25:38: Und weil das sind ja sage ich mal immer nur so kleine

00:25:40: Peanuts

00:25:41: dieses EAP oder das PSU oder dass es

00:25:44: mal irgendwo

00:25:45: einen Vertrauen Flairer gibt als Schulsozialarbeiter, aber auch diese Kommunikationstechniken.

00:25:54: Weil man das vielleicht mal irgendwann gelernt hat oder jetzt so wie ich, weil ich das vielleicht... Ich würde überhaupt nicht ganz gut durch meine Arbeit in der Psychiatrie.

00:26:05: Aber das sind ja wirklich nur Pinards und auch ganz viele Dinge die man einfach für sich selber überlegt und lernt, okay was mache ich wenn.

00:26:19: Aber es ist ja jetzt nichts hochoffizielles oder irgendwie wo ich sage ok da steht ein Konzept dahinter oder irgendwie ein Standard oder wie gesagt das habe ich im Studium gelernt oder das ist fest im Curriculum irgendwo verankert?

00:26:37: Und dass ich gerade auch so denke wenn wir das gar zu besprechen und darüber diskutieren muss man sich vielleicht auch in dem Zusammenhang mit den Lehrkräften die Frage stellen, muss es jeder denn können?

00:26:49: Weil wir sprechen immer so über dieses Thema.

00:26:52: Also Herausforderungen, schwierige Situationen, die der Lehrer für seine... also im Zusammenhang damit seinen Auszubildenden ja auch versucht zu händeln.

00:27:01: aber ist das denn eigentlich Aufgabe des Lehrenden?

00:27:05: Muss das jeder Lehrende machen können, das ist ja auch wieder so eine Frage die man stellen könnte.

00:27:15: Inwieweit ist das Aufgabe so viel?

00:27:19: Ich glaube

00:27:20: da kann man jetzt echt diskutieren, da gehen die Meinungen wahrscheinlich auseinander, die einen werden sagen nein es ist nicht meine Aufgabe

00:27:26: und

00:27:27: will sich damit gar nicht auseinandersetzen.

00:27:30: ich behaupte jetzt mal zwangsläufig ist es die Aufgabe weil diese Situationen mit den Aufzubildenden, die sind da und das wird auch immer mehr.

00:27:44: Ja aber ich glaube gerade in dem Zusammenhang wäscht es nur vielleicht nochmal darüber nach den Kollegen auch die Möglichkeit zu geben wenn du dich nicht in der Lage fühlst oder auch du sagst hey das ist einfach was... Ich kann's nicht!

00:27:59: Oder ich kanns nicht so gut wie auch immer dass man denen auch die Möglichkeit gibt, sie haben auch ein Handwerkszeug.

00:28:06: Also Sie können trotzdem... Dass sie vielleicht nicht dann ausgebildet sind und das es nicht ihr Steckenpferd ist, haben Sie trotzdem dieses Gefühl, Sie können jetzt was tun?

00:28:17: Das ist ja immer so.

00:28:17: die... Was will der Mensch?

00:28:18: Er will jetzt etwas tun!

00:28:21: Und ich habe da auch noch was zu... Ich denke, dass jeder Pflegepädagoge sich vielleicht erst mal damit beschäftigen muss.

00:28:30: Was hat da dafür eine eigene Haltung zu?

00:28:33: Egal

00:28:33: ob er jetzt die ganzen Kompetenzen schon besitzt oder sich aneignen möchte sondern erstmal zu fragen welche Haltung habe ich überhaupt dazu und wie gehe ich damit in der Praxis um?

00:28:46: Ich glaube das so als Basis zu setzen um dann die weiteren Schritte zu machen ist ganz wichtig.

00:28:53: Ja, ganz genau.

00:28:54: Weil wie oft läuft denn irgendwie ein Gespräch was man mit einem aufzubildenden hat der vielleicht gerade irgendeine Krisensituation erlebt in die Freizeit rein also außerhalb der Arbeitszeit?

00:29:08: Dass man einfach sagt jetzt führt man noch dieses Gespräch an jenes Gespräch und bietet da seine Unterstützung an und hier noch etwas und das läuft alles entweder so nebenher dem eigentlichen Unterricht sage ich jetzt mal, oder halt in die private Zeit.

00:29:27: Also das ist ja auch so eine Komponente.

00:29:32: Eigentlich braucht es dafür Zeit.

00:29:35: wie bin ich auch?

00:29:37: Definitiv!

00:29:38: Und was

00:29:39: war das gut?

00:29:40: Was war das Gut?

00:29:42: und dann natürlich auch einen Mensch der dann wirklich auch darin ausgebildet ist.

00:29:49: Das ist mein Feld, das ist was ich machen möchte.

00:29:54: Da bin ich gut!

00:29:56: Wie bei mir als Landcoach ist halt dann die Person ausgebildet im Bereich mentale Gesundheit, Förderung der mentalen Gesundheit oder auch wirklich was gibt es für therapeutische Angebote?

00:30:10: Es muss ja dann glaube ich immer gar nicht sein dass er das vielleicht auch regelt sondern aber er kennt sich ja vielleicht Netzwerk und kennt sich viel besser aus.

00:30:17: an dieser Stelle Ja, plädiere auch immer viel mehr dafür dass solche Menschen in unseren Schulen einfach wirklich integriert werden.

00:30:26: Und ja da vielleicht auch Geschäftsführungen oder Träger.

00:30:32: Einfach nochmal darüber nachdenken und sagen gewinne ich denn vielleicht doch mehr wenn ich jetzt mal mehr investiere?

00:30:41: Es ist ja immer so.

00:30:41: die Frage okay es kostet, ich brauche noch eine zusätzliche Stelle wobei ich weiß jetzt stelle wie korrigier mich Das muss ja nicht immer eine ganze Stelle gleich sein.

00:30:50: Also ich glaube, wir haben das auch schon oft in den Schulen diskutiert ob es nicht einmal wöhnlich reicht dass man sagt es gibt Sprechzeiten ist man kennt die Zeiten wo die Person dann eben da ist und in akuten Notfällen hat man vielleicht einen Plan B oder sie ist quasi wie eine Art Bereitschaft an der Stelle oder?

00:31:10: Ja also wie gesagt fünfzig Prozent oder einmal die Woche für paar Stunden Wunderbar, ja.

00:31:18: Genau!

00:31:19: Und da möchte ich auch noch mal ganz kurz zu sagen dass das soll es jetzt nicht so anhören als würde ich sagen okay jeder muss sich mit dem Thema auseinander setzen und sich da Schulen fortbilden und da Unterstützung anbieten sondern natürlich muss auch jeder für sich seine Grenzen erkennen und sagen Okay A Ich kann es nicht oder B Ich möchte es vielleicht auch nicht weil mich ausgebildet bin oder dass nicht mein Job ist und ich das auch nicht irgendwie gut kann vielleicht.

00:31:53: Und die Haltung dazu vielleicht auch nicht habe, da finde ich es völlig legitim zu sagen okay hier kann ich jetzt nicht weiterhelfen aber ich hab zumindest ein Nummer- oder irgendeinen Ansprechpartner.

00:32:10: Das ist mit der Haltung Gassina was man sagt.

00:32:12: Dieses Thema Haltung kann ich es will ich es mache ich es dann.

00:32:17: Das ist definitiv nicht der Anspruch, dass jetzt eine Schule nur noch aus PSU-ausgebildeten Lehmkräften besteht.

00:32:29: Aber trotzdem glaube ich es relevant das es jemanden zukünftig gäbe für dieses Thema um auch wieder so blöds aufklingt der Lehrkraft, dass sie ihre originären Aufgabe vielleicht auch nachgehen kann und weiß nicht.

00:32:50: Also mir geht es dann oft immer so, dass ich halt aber als Pädagogin dann immer das Gefühl habe, ich möchte mich ja schon darum kümmern,

00:32:59: aber ich hab

00:33:00: halt noch achtundzwanzig andere oder neunundzwantig oder fünfzehn oder siebzehn, je nachdem wie viele halt in den Klassen drin sitzen.

00:33:07: also ich glaube das hat ja auch was mit Verantwortung zu tun die wir einfach auch nicht nur einer Person, zwei Personen, drei Personen gegenüber haben.

00:33:19: Genau und auch Wir sind ja nicht nur für den Unterricht zuständig.

00:33:27: also diese Aufgabendichte, die man als Pflegepädagobe hat das ist ja enorm.

00:33:34: Und wenn dann was so etwas dazwischen kommt Das ist halt eben nicht mal zwischen Tür und Angel oft zu klären.

00:33:45: Also wir wieder beim Thema Zeit, Arbeitszeit und...

00:33:49: Und die Pädagogenzene brauchen man mit Herz und mit allem dabei.

00:33:53: Das ist ja schon was... also mich belastet das dann schon teilweise wo ich mir denke oh Mann ey!

00:34:02: Ja, also das ist schon eine Schwere da manchmal.

00:34:04: Ich weiß gar nicht wie ich jetzt in Worte fassen soll aber man ist ja an seinen Auszubildenden dran und man sieht sich quasi gefühlt jeden Tag und macht und tut miteinander und... Das belastet einen dann schon wenn man auch wirklich das Gefühl hat Boah!

00:34:20: Ich kann jetzt gerade irgendwie... Ich weiß nicht was ich tun soll für ihn, für sie.

00:34:25: Ja, ich glaube auch das liegt daran dass es zu individuell ist.

00:34:29: Also man kann glaube ich als Pädagoge den Bedarf decken von so einer Klasse.

00:34:35: aber jetzt einzelne individuelle Bedürfnisse Das ist ja so.

00:34:40: also das kann man ja das ist dieser Raum besteht da gar nicht in der Klasse das wirklich alles aufzufangen weil das so individuelle bedürfnisse sind um dies geht dass man da eins zu eins Gespräche suchen muss und das gibt ja auch den Arbeitsbereich von dem Pflegepädagogen letztendlich nicht her.

00:35:01: Und vielleicht ist es ja oft so, dass die Lernenden das vielleicht auch nicht wollen?

00:35:06: Dass man dann auch sagt okay, man darf deshalb bei uns Pädagogen auch nicht immer verachten wir sind immer noch in der Bewertungssituation.

00:35:15: Also das ist was, was.

00:35:17: natürlich auch ein Riesen-Thema mit einem.

00:35:19: Und dann sprechen wir vielleicht auch wieder von Beeinflussung von... Wir sind auch nur Menschen!

00:35:25: Wir sind keine Maschinen die quasi ja man versucht es und natürlich aber ganz ehrlich Es schüriert immer in der Bewertungssituation, auch wenn du dich noch so anstrengst.

00:35:39: Und das sind vielleicht auch Dinge die man da auch besprechen muss und wo man sagt hey ich komme als Pädagogin eine Spannungsverhältnis rein Ich weiß eigentlich was bei ihm ihr zu Hause XY im Alltag los ist.

00:35:52: und gleichzeitig muss ich aber jetzt vielleicht ne schlechte Note geben oder Die Drovezeit wird nicht bestanden

00:36:01: Genau.

00:36:02: Wenn man das jetzt mal so weiterspint, dass man vielleicht jemandem schlecht bewertet oder irgendwie Gespräche in der Probezeit führen muss weil es nicht zu gut läuft und dann ist da eine Krise bei dem Auszubildenden schon da

00:36:15: und

00:36:16: ich sage jetzt mal Worst Grace, der Suizid... Oh!

00:36:20: Jetzt ist Gott, hab' ich Spaß?

00:36:22: Die wilden Wörter heute.

00:36:28: Der Begeht ein Suizit.

00:36:29: Warum?

00:36:31: Also da frage ich mich ja auch, okay was habe ich falsch gemacht?

00:36:34: Hätte ich etwas anders machen können.

00:36:37: Dann nehme ich das nicht nur mit nach Hause sondern das ist ja wirklich... Ja also die Gedankenchaos!

00:36:50: Damit muss man

00:36:51: dann auch rechnen sag' ich mal oder das kann passieren und man hat vielleicht schon Berührungsblüte mit.

00:36:59: Also diese Krisen, wie die sich dann auch weiterentwickeln können und was das wiederum mit einem macht.

00:37:07: Weil man vielleicht jemandem vielleicht bewertet hat und dann gibt man sich die Schuld und dann geht's halt los.

00:37:19: Ja also ich glaube es braucht echt... Die Rolle muss einem klar sein!

00:37:27: Und wenn man dann irgendwelche Standards hat oder Handreichungen oder Unterstützungsangebote, dann lässt sich das schon einfacher managen als wenn man so gefühlt irgendwie damit mit diesem Thema irgendwie allein gelassen ist.

00:37:48: Haben sich das die Pädagogin deinen Interviews Steffi auch so gewünscht?

00:37:54: Ja ja dass Das war der Wunsch, also diese Fortbildungen davon und dass es klare Standards gibt.

00:38:09: Dass man wirklich sagen kann ich mach die Schublade auf und hab da was wo ich sagen kann hier bitte anrufen oder ich rufe da allen dahin gehen dort hingehen.

00:38:21: Ich weiß wie ich mich so ein bisschen verhalten soll Und auch Wo ist dann eine Grenze?

00:38:27: Also was gebe ich dann wirklich an Kollegen, die da fachlich versierter sind weiter und grenzen mich da auch ab?

00:38:37: Und auch so etwas wie die eigene Resilienz halt zu stärken durch Fortbildungen.

00:38:42: Dass man da das eben nicht immer alles mit nach Hause nimmt und anfängt zu grübeln oder vielleicht Schuldgefühle entwickelt oder sowas.

00:38:53: Die Zeit für solche Gespräche eigentlich irgendwo eingeräumt

00:38:59: werden müsste.

00:39:03: Aber nicht die Freizeit?

00:39:08: Ja, das ist glaube ich schon was, was man auch in so einem Alltag mit dem Pädagogen einfach einmal besprechen muss.

00:39:16: Das ist wirklich... Die Gefühl steht ja in jeder Pause irgendjemand da und braucht etwas oder möchte etwas und man will den ja auch gerecht werden.

00:39:25: aber In einer zehnminütigen Pause kann man solche Dinge nicht klären.

00:39:28: Auch in der Mittagspause kann man das nicht klaren, auch nah am Unterricht ist oft die Luft raus.

00:39:32: und also es ist schon so dieses dem ganzen Jahr Raum geben.

00:39:38: und dann komme ich gefühlt immer wieder auch daraus bei einem Mensch, der den Raum hat, der die Zeit hat, Der die Haltung dazu hat Und dann kommen wir wieder eigentlich, ja?

00:39:48: Wir drehen uns im Kreis habe ich das Gefühl immer wieder bei unserem Schul Psychologen oder Schulsozialarbeiter wieder raus, der sich schlussendlich um diese Dinge kümmern kann.

00:40:02: Der Raum und Zeit für das Ganze hat und auch ohne Bewertungsfunktion.

00:40:09: Ja ich war letztens auf einer Fortbildung und da hatte eine Schule tatsächlich schon diesen Sozialarbeiter mit fünfzig Prozent eingestellt gehabt.

00:40:20: und die profitieren davon, weil sie wirklich sagen können okay ich kann ein Gespräch oder ein kurzes Krisengespräch anbieten.

00:40:30: Kann das eben dokumentieren?

00:40:32: Und dann nehme ich es mit und gebe es ab!

00:40:35: Dann ist dieses Problem

00:40:37: in Anführungsstrichen

00:40:39: bei dem Schulsozialarbeiter oder Psychologen.

00:40:45: Und dann will ich meine Arbeit nach.

00:40:47: Vor zwei Wochen auch, da ging es auch um das Thema vor allem im Bereich der Pflegehelfer-Pflegeassistenzausbildung die ja zukünftig kommen soll und da waren auch zwei Schulen dabei, die jetzt wirklich geschafft haben, profitieren unwahrscheinlich davon.

00:41:08: also die merken einfach dieses ist klar wo geht man hin?

00:41:15: was die Kollegen auch gesagt haben, nicht nur dass sie die Lernenden, dass sie denen eine Anlaufstelle geben können zum selber auch eine Anlaufstelle haben zu sagen hey mir fällt das um das auf.

00:41:27: Die Beobachtung habe ich gemacht.

00:41:31: wie gehen wir denn aktuell mal um?

00:41:33: Also im Sinne der kollegialen Beratungen auch selber eine Anlafstelle zu haben wenn ich vielleicht nicht darin ausgebildet bin oder auch sagt ja mich interessiert schon, aber ich will jetzt nicht jedes Jahr auf den Fortbildungen zu dem Thema gehen.

00:41:49: Weil es einfach nicht mein Thema ist an der Stelle.

00:41:52: Das haben die auch ganz präsent für mich in dem Moment dargestellt als einerseits wirklich erleichtert im Schulalltag und auch als Pädagogen eine Anlaufstelle zu haben wo man einfach nur mal kurz tut Ich beobachte das.

00:42:06: wie gehen wir weiter fort?

00:42:08: Und dann gab's dafür auch ne Lösung Aber von jemanden das vielleicht schon öfters gesehen hat, damit gearbeitet hat und mehr Erfahrung mitbringt.

00:42:18: Ich sage jetzt mal einfach diesen Verhaltens auffälligkeiten ohne jetzt immer drei von Erkrankungen zu sprechen weil das muss man vielleicht auch mal wirklich sagen es geht ja häufig um Verhaltungsauffälligkeiten und keine Erkranung in der Ethnostizie sind weil das ist einfach nicht unsere Aufgabe wir sehen ja gepült nur Symptome.

00:42:39: Also wichtig ist das auch nicht so wegzuschweigen oder zu verdrängen, sondern da auch einen Fokus zu haben und daraus zu legen.

00:42:47: Und das fällt natürlich viel einfacher wenn man weiß, ah man hat ein Sozialarbeiter im Hintergrund mit dem man das kurz besprechen kann.

00:42:54: Da kann man das Thema weitergeben aber also so zu anhaben dass es irgendwie wie als Nicht existiert.

00:43:02: ich glaube das ist der Weg, das der negativste Fall von dem Ganzen

00:43:09: Weil wir haben es.

00:43:10: Es ist wirklich so, es ist da!

00:43:16: Wir können uns anschauen und jetzt anpacken und dann haben wir Lösungen dafür.

00:43:22: aber das tun wir halt so als hätten wir die Themen nicht...

00:43:27: Das

00:43:28: ist nicht gut.

00:43:29: Und die Lernenden, die ja auch diese Themen angehen Man hat ja diese Fälle, die man begleitet und sagt hey!

00:43:37: Die haben sich helfen lassen.

00:43:38: Die haben ein halbes Jahr pausiert, am Jahr paussiert... Was auch immer.

00:43:44: Schule ist ja auch da und kümmert und findet Lösungen.

00:43:48: Das heißt dann, wenn wir gleich das die total raus sind, vielleicht für die auszubilden hier nochmal zu sagen, dass es etwas was auch da sein kann weil sie bringen es mit Kann man dann schon noch sagen, ja sind wir nicht zuständig dafür?

00:44:06: Naja finde ich schwierig.

00:44:08: Weil das sind teilweise echt tolle Menschen die da ja wirklich auch da sind und noch wollen aber vielleicht halt einfach nur nicht die richtige Hilfe im Leben da war Und wenn die dann was weiß ich sich damit auseinandergesetzt haben sich eine kurze Pause Bessert Steffi.

00:44:25: also Ich habe da schon ganz ganz ganz tolle Sachen erlebt von London die dann super waren und da sind.

00:44:35: Also ich habe so die Einstellung, Ich kann nicht alle retten das ist ganz klar.

00:44:40: Ja?

00:44:41: Ich weiß auch manchmal nicht wenn ich meine Hilfe oder Unterstützung anbiete ob sie wirklich so ankommt.

00:44:49: aber dann gibt es immer mal ein zwei Aufzubildende wo ich schon allein sage okay da hat sich's gelohnt Egal wie das dann ausgeht, ob die dann die Ausbildung pausieren oder zu einem späteren Zeitpunkt nochmal beginnen.

00:45:07: Oder eben auch sagen okay es ist jetzt nicht für mich gerade eine richtige Zeitpunkt die Ausbildungen hier zu starten oder durchzuführen und dass es dann auch schön zu sehen wenn sie dann einen anderen Weg gehen und da dann gesund arbeiten gehen.

00:45:30: Da würde ich gleich dran anschließen und fragen, was du dir so für die Zukunft vorstellst.

00:45:35: Also woran arbeitest du?

00:45:37: Was ist dein Schwerpunkt in Bezug auf die mentale Gesundheit von Pflegepädagogen?

00:45:44: Ja also ich würde mir wünschen dass es vermehrt Fortbildungen für die Lehrkräfte geht auch um die eigene Resilienz zu stärken und so bisschen für dieses Thema einfach zu sensibilisieren.

00:46:01: Und dann kann ja jeder sich auch ein bisschen entscheiden, wie weit man gehen möchte.

00:46:08: Ich wünsche mir auch dass das Thema Mental Health fest, kurikular verankert wird für die Aufzubildenden um da eben auch zu sensibilisieren weil ich glaube, dass das schon ganz viel bewirten kann wenn dieser Thema gelährt wird oder im Unterricht, durch einen Seminar aufkommt.

00:46:33: Und ich wünsche mir auch immer noch und das ist eigentlich schade ein bisschen mehr Akzeptanz für belastete Aufzubildende.

00:46:46: ob das dann wirklich eine psychische Erkrankung ist oder nicht sei jetzt sehr auch mal dahingestellt.

00:46:51: aber es wird ja auch oft einfach gesagt naja die müssen sich mal ein bisschen zusammenreißen Und man muss jetzt halt immer ein bisschen arbeiten und früher war es doch so und so, ich habe das auch schon so gemacht.

00:47:02: Also dass da so ein bisschen mehr Offenheit auch entsteht für dieses Thema und ja, dass im besten Falles Gelder gibt und Personen die da personell die Lehrkräfte an den Schulen unterstützen können?

00:47:26: Ja Das wäre erstmal so mein Wunsch und ich glaube Themen zum Weiterforschen, die haben wir.

00:47:35: Um da irgendwie mit einer Masterarbeit oder Doktorarbeit oder was auch immer weiter dran zu bleiben.

00:47:43: Zum Beispiel diese Frage am Anfang kann man doch schon etwas tun im Bewerbungsverfahren, auch wenn man das echt kritisch

00:47:50: betrachten

00:47:50: muss?

00:47:51: Oder eben

00:47:52: auch Was braucht denn jetzt wirklich tatsächlich für Lehrkräfte?

00:47:57: oder was gibt es schon an Schulen und wie funktioniert das alles so?

00:48:04: Also Ansätze genug hat man.

00:48:08: Ich habe auch das Gefühl, dass sich viel tut.

00:48:11: also ich erlebst zumindest so, dass dieses Thema ist da Es wird gesprochen Mir fehlt so ein bisschen jetzt ja wann machen wir's denn mal?

00:48:24: Auch mit unserem Projektgesine, das ja läuft und dass wir quasi über ein Jahr hinweg auch La Rente an Schulen unterstützen genau in dem Thema.

00:48:36: Ja, läuft aber ist nicht immer wo man sagt okay es schon viel was kostet wie oft kommen sie?

00:48:45: Was machen Sie dann da und so und das würde ich mir wirklich wünschen dass da Träger Bildungseinrichtungen wirklich offener sind für solche Dinge und das ist nicht immer um das reine Abarbeiten des Unterrichtes geht, sondern dass Bildung auch was ganz anderes bedeutet in dem Zuge.

00:49:05: Ja ja und da ist ein ganz großer Punkt, dass einfach begriffen werden muss von Trägern

00:49:14: auch den Schulen

00:49:15: natürlich und alle die da irgendwie mit Geld sag ich jetzt mal dahinter stehen Wie wichtig diese Bildung ist, ja?

00:49:23: Weil wenn man sich mal überlegt wir bilden ja die Pflegekräfte von morgen aus.

00:49:29: Wir sind diejenigen, die das Personal ich sag jetzt mal ganz krass ans Bett bringen, wir sind die wo die ja wo die pflege eigentlich sichern.

00:49:41: weil wie wird denn eine station aussehen

00:49:43: ohne aufzubildende Ja und vor allem auch mit Menschen, die zwar viele Fachwissen haben.

00:49:51: Im Umkehrschluss aber vielleicht auch das Fachwissens gar nicht mehr aufnehmen können weil sie die mentale Power gar nicht haben oder dann vielleicht das Examen schaffen, aber dann ausgebrannt sind also...

00:50:02: Oder

00:50:03: abbrechen,

00:50:04: die Ausbildung frühzeitig abbrechnen oder vielleicht erst mal noch Teilzeit arbeiten können und dann komplett aufhören, weil sie so überlastet sind unsere Dauerkrankwerden Da hängt ja ein Rattenschwanz dran.

00:50:18: Also lieber gar nicht diese ganzen Sachen besprechen und denken, sondern lieber sagen okay von vornherein von Tag eins an gesunde mental starke resiliente Menschen die mit Situationen Herausforderungen umgehen können, gar nicht dass es die nicht gibt, darum geht's ja gar nicht aber das belastende Situationen bewältigbar sind Ich kann das, ich schaffe es und ich mache das jetzt da an der Stelle.

00:50:48: Und aber gleichzeitig das Gefühl zu haben dass sind Menschen die das vielleicht schon erlebt haben, die bei mir sind, die mich unterstützen Das sind nicht meine Kollegen, das sind keine Lehrkräfte sondern das sind Menschen die darin ausgebildet sind und extra mich vielleicht auch begleiten.

00:51:03: Und das würde ich mir auch wünschen an der Stelle, dass wir das gar nicht immer so in Frage stellen, brauchen sie das?

00:51:10: Hör' ich ganz arg oft, Cassina hören wir ganz arg, ja braucht's denn das heute?

00:51:15: Braucht es jetzt da ein Coach in der Ausbildung oder braucht es jetzt noch einen Coach?

00:51:19: Ja können die das alle nehmen?

00:51:22: Die Frage könnten wir erstellen warum nicht?

00:51:27: Ich sage ganz klar,

00:51:29: ja brauch man!

00:51:30: Ja, brauchen wir

00:51:32: auch.

00:51:33: Man braucht in der Ausbildung und man brauchst du die auszubildenden... ...und man braucht es auch für die Lehrkräfte.

00:51:39: Ich

00:51:44: könnte noch

00:51:45: den Reden, aber ich glaube, wir müssen unseren Zuhörern eine kleine Pause gönnen oder?

00:51:52: Ich hoffe, dass von jeder was für sich mitnehmen!

00:51:54: Es war richtig toll!

00:51:57: Liebe Steffi, wir danken dir ganz arg, dass du da warst, ob ich glaube Wir müssen fast einen Teil zwei machen.

00:52:04: Ich muss das jetzt schon mal raten, weil es ist so toll mit der Steffi und deswegen abschieben wir uns jetzt halt schnell und dann kommen wir schnell wieder oder?

00:52:13: So machen wir's!

00:52:15: Vielen

00:52:15: Dank, Steffie!

00:52:18: Danke für deinen Fachwissen und dass wir uns da so offen und ja auch breit austauschen konnten mit dir und ich freue mich schon aufs nächste

00:52:26: Mal Tschüss!

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