Interview: Lernen im Dialog - Zwischen Lehrplan und Lebenswelt
Shownotes
Deine Takeaways aus der Folge:
- Herausforderungen in der Pflegeausbildung
- Belastungen und Stressmanagement für Pflegeschüler
- Theoretisches Wissen vs. praktische Anwendung in der Pflege
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Transkript anzeigen
00:00:00: Hallo Sina.
00:00:02: Hi Nadine!
00:00:03: Es geht wieder los, oder?
00:00:06: Auf jeden Fall.
00:00:07: Jetzt sind wir wieder drin im Jahr, im Podcast alle zwei Wochen.
00:00:12: jetzt
00:00:14: wird's was.
00:00:15: Jetzt ist die Pause quasi und es wird nicht mehr so lang sein aber wir sind halt auch wieder nicht alleine.
00:00:20: Stimmt das?
00:00:22: Wir haben Besuch einer Interviewpartnerin wo wir uns ziemlich toll drüber freuen
00:00:29: dass wir sie heute da haben und zwar haben wir die Tanya heute eingeladen.
00:00:35: Tanya ist eine Pflegeschülerin, die wir gerne interviewen würden.
00:00:40: zu dem Thema Herausforderungen und Belastungen aus Sicht eines einer Pflegeschülerin an der Stelle.
00:00:49: Wir wissen ja alle, dass diese Herausforderungen Belastungen auch da sind.
00:00:52: wir haben immer wieder die Abbruchkroten und jetzt wollten wir einfach heute nochmal mit jemand aus dem Feld sprechen.
00:00:58: wie ist es denn wirklich?
00:01:01: Liebe Tanja ich gebe das Wort mal an dich.
00:01:03: magst du hallo sagen?
00:01:05: Hallo!
00:01:06: Ich bin die Tanja.
00:01:08: Ja also ja ich mache die Pflegeausbildung zur Pflegefachkraft.
00:01:17: Also am Anfang sagt jeder, ja mach die Ausbildung.
00:01:21: Die Ausbildung wird nicht so schwer das schaffst du weil es sind sehr auf deiner Seite und sagen dass du das kannst und dann bist du eigentlich motiviert und fängst damit an.
00:01:36: und dann sitzt du in der Schule und denkst viele Fachbegriffe wo du So, doch nie gehört hast.
00:01:45: Viele Krankheitsbilder, wo du nicht kennst und denkst ja eigentlich oft soll ich das überhaupt auch weitermachen?
00:01:53: Macht es noch Sinn?
00:01:55: Ist das überhaupt nochmal ein Beruf was sich von Anfang an machen wollte so wie jeder zu mir gesagt hat?
00:02:03: Ja man sitzt auf Zuhause An Berichten für die Schule Für die Arbeit Und ist eigentlich nur überfordert schreibt sein Klassenkameraden Und die sind auch alle überfordert, was man machen soll.
00:02:20: Ja es kommt viel auf einen zu wo man gar nicht gedacht hätte dass das in der Ausbildung vorkommt oder dass man es überhaupt macht mit Grundrechten und keine Ahnung was alles... falls man einfach nicht denkt was zum Pflege gehört.
00:02:40: Ja, danke Tanja für den tollen Einblick.
00:02:42: Wir sind ja schon mal einmal ganz tief reingetauchen gleich zu Anfang.
00:02:48: Also vielleicht können wir mal damit anfangen wie du da vielleicht manchmal erzählen wie du überhaupt in die Pflege gekommen bist?
00:02:56: Du hast ja gesagt das kam von außen also gab es dabei irgendwo einen Punkt wo auch gedacht hast oh pflege könnte was für mich sein dass wäre spannend beruflich da in die Pflege zu gehen.
00:03:06: Oder hat jeder dir von außen wohl gesagt, Tanja du bist für die Pflegel geeignet und los geht's?
00:03:12: Also sowas so.
00:03:14: damals in der Mittelschule war ich und da haben wir ja ganz viele Praktikars gemacht von der Schule aus Und dann habe ich dort mal fünf Tage im Krankenhaus reingeschnuppert und das hat mir eigentlich ganz gut gefallen.
00:03:30: Und ich hatte mich aber eigentlich angemeldet, um die neunte Klasse zu wiederholen.
00:03:36: Dann haben aber die auf der Station, wo ich war gesagt, ja doch ein FSJ hat es doch ganz gut gefallen.
00:03:47: und dann bin ich zurück ins Schule, dann haben wir das ganz viel reflektiert und dann war ich eigentlich angemeldet eben für die neunte, hab dann aber gesagt Ja nee, ich mach' das doch nicht!
00:03:58: Ich glaube schau mir mal das FSJ an.
00:04:02: Dann habe ich mich dafür beworben.
00:04:05: Bin dann wieder in das Krankenhaus, wo ich für mein Praktikum war und kam auch auf die Station, wo Ich war.
00:04:12: Dann dort angekommen hab ich meinen FSJ eben absolviert.
00:04:16: Das hat auch super gut funktioniert.
00:04:18: Hat mir sehr gut gefallen!
00:04:19: Da habe ich gesagt Komm weil es so gut war.
00:04:23: Pflegehälfer soll anscheinend nicht so schwierig sein.
00:04:27: Mach ich doch das... für den Pflegehelfer entschieden, habe mich da beworben in der Schule wieder im Krankenhaus und hab dann auf derselben Station meinen Pflegehäfer gemacht.
00:04:39: Das hat auch noch gut funktioniert, auch bestanden... Und dann hieß es ja macht doch weiter die Dreijährige, die ist nicht so schwer du hast hier die Einjährige schon so gut gemacht.
00:04:54: Dann nach langen Überlegen habe ich mich dann doch überreden lassen und habe mich dann beworben für die Dreierige.
00:05:03: Genau, dann war's so weit ging es am ersten neunten Lotz und dann die ersten Wochen waren noch gut in der Arbeit und an den ersten Schulblock.
00:05:16: und da fing es eigentlich schon an wie immer ganz am Anfang halt kennenlernen und alles und dann das erste Klausuren.
00:05:24: Man hat zu mir halt gesagt, dass die Einjährige so ist wie der Unterkurs.
00:05:29: Wie das erste Jahr und es war dann also schon ja ähnliche Themen aber halt viel tiefer rein intensiver.
00:05:39: Und da ich eine Person wenn die mir schwer tut beim Lernen War das dann leider nicht so einfach wie wir vorgestellt haben und wie alle gesagt haben.
00:05:51: Und dann stand ich blöd, da war es mal überfordert.
00:05:55: Hab mir dann Hilfe bei meinen Klassenkameraden eigentlich geholt und mit denen zusammen gelernt.
00:06:04: Man hat sich das alles ein bisschen einfacher vorgestellt.
00:06:08: Also vielen Dank für den Einblick!
00:06:11: Was ich so höre ist... dir hat Pflege von Anfang an Spaß gemacht ne?
00:06:15: Du bist ja am Anfang in dieses Praktikum, in diese paar Tage und hast gemerkt, Pflege ist auf jeden Fall was für dich.
00:06:22: Und später bist du erst dazu gekommen also wo der theoretische Anteil sagen wir mal ein bisschen mehr wurde, mehr zu lernen sich mehr Wissen anzueignen dass dir das so ein bisschen viel wurde oder wie so wirklich es beschreiben?
00:06:37: Also dass du gesagt hast oh damit habe ich gar nicht gerechnet!
00:06:40: Ich wäre jetzt lieber in der Praxis aber soviel Theorie muss jetzt auch nichts...
00:06:45: Ja genau
00:06:48: Nadine, vielleicht willst du da als Pädagogin mal aus deiner Sicht was zu sagen?
00:06:55: Ja das ist eigentlich so.
00:06:57: die Realität würde ich sagen.
00:07:00: Dass es halt einfach vielen Lernenden so geht an der Stelle dass sie glaube ich teilweise und Tanja auch schön gesagt hat mit dem, dass sie einfach ganz andere Dinge erwartet hat was eigentlich dann vom theoretischen Rahmen her zu dieser Ausbildung dazugehört wo man immer sagt na ja da und ich glaube das ist auch so die Vorstellung Tanja warum glaube ich auch viele zu dir gesagt haben Ja es geht.
00:07:29: Das passt.
00:07:30: Das macht still weil die glaube ich auch ganz viel noch in dem alten Ausbildungsgedanken drin sind.
00:07:36: Man macht halt Krankheitsbilder, man macht die pflegerischen Schwerpunkte dazu so ein bisschen Pflegetheorien aber das hat sich natürlich schon extrem gewandelt dass man wirklich sagt auch in dieser dreijährigen Ausbildung sind natürlich also es hat sich verschoben eben in diese schon auch wissenschaftlich basierte Richtung Modelle.
00:08:02: Ich nenne das immer gern Begründungswissen, auch einfach mit dabei hat und das sehe ich selber schon als Pädagogen dass es den Schülern teilweise einfach echt zu schaffen macht sich in diese sage ich mal doch praxisförderen Themen Tanja du darfst mich gerne unterstützen die halt dann so.
00:08:26: Also ich würde nicht sagen, dass die mit dem Alltag nichts zu tun haben.
00:08:30: Aber die lernenden Sehens oft im Alltag einfach viel zu wenig.
00:08:34: Wie man sagt... Was ist sicher?
00:08:36: Die Kubitus-Profilaxe sehen sie.
00:08:38: Sie sehen auch das Krankheitsbild Herzentfahrer oder was halt alles drin ist aber so Sachen wie werden denn jetzt Pflegetheorien angewendet?
00:08:47: Wie kommen rechtliche Themen?
00:08:50: Das
00:08:51: machst du halt in der Praxis nicht so aktiv.
00:08:54: Die examinierten Schreiben, Pflegeplanungen oder eines ist es aber das machen wir Azubis einfach nicht und bekommen so auch nicht mit weil wir die ganze Zeit keine Ahnung bei den Patienten sind oder einfach schauen dass es läuft und dass sie ihren Schreibkram machen können.
00:09:15: Es sind auch Beispiele wie... Wie die Expertenstandards, die werden umgesetzt.
00:09:20: Das läuft ja alles oder auch Pflegetheorien oder die Modelle aber für die Lernenden ist es häufig einfach weit weg wie Tanja ja auch sagt du siehst es nicht sondern du bist bei gewissen Dingen am arbeiten und da ist glaube ich auch einen Ansatz.
00:09:38: vielleicht Tanja das ist jetzt aber aus meiner pädagogischen Sicht etwas dass solche Dinge natürlich viel mehr bei den Praxisanleitungen auch integriert werden könnten, müssten also auch mal wirklich Transparenz zu machen.
00:09:50: Hier greift jetzt gerade der Expertenstandard.
00:09:53: oder wie würde der Patient denn nach den ABEDLs von GroWinkel aufgearbeitet?
00:09:59: Oder was hat die Kommunikation jetzt vielleicht mit Peplau zu tun und diesen ich sage es immer den Situationen dann auch die Namen zu geben das Begründungswissens dass die Lernenden mehr Vernetzungen da auch herstellen können?
00:10:18: Ich als Pädagoge kann viele fiktive Beispiele im Unterricht bringen.
00:10:22: Aber sag gerne Tanja, greift es wirklich so wie wenn man's am realen Patienten sieht?
00:10:30: Meinst du jetzt auf pflegeplanungen und so dazu?
00:10:33: Allgemein ja pflegeplanung das das kann man für alle theoretischen Themen eigentlich mal durchdenken ist egal an was du denkst.
00:10:44: also ich finde Dass man es in der Praxis so nicht kennt, also viel zu wenig.
00:10:51: Man sieht das eigentlich so gut wie gar nicht eher in Langzeitpflege.
00:10:56: Also da sieht man's eher mehr.
00:11:00: Aber ich glaube auch nur so ein Richtung SIS und auch nicht Pflegeplanung aktiv zum Beispiel mit den Pflegestandards.
00:11:07: Das macht eigentlich relativ viele Häuser gut.
00:11:10: Das habe ich auch schon von vielen Häusern gehört.
00:11:13: aber sonst mit dem Rest ist... sehr mau eigentlich.
00:11:18: Das ist glaube ich aus meiner Sicht jetzt aber als Pädagogin so ein bisschen die Schwierigkeit für unsere Lernenden, dass wir das alles so fiktiv theoretisch natürlich im Unterricht nur machen können kann ja nicht Patienten mit den Unterrichten nehmen oder Pflegeempfänger auch wenn da der eine oder andere bestimmt mitmachen würde und ich glaube da wäre es auch ein Unterstützungsmoment dass man die Dinge mehr zum Leben bringt.
00:11:48: Ja,
00:11:49: und was mir noch auffällt ist das man... Also Tanja inwieweit hast du dich denn vorher informiert?
00:11:55: Zum Beispiel über diese dreijährige Ausbildung?
00:11:57: war es für dich da schon so ein Thema?
00:11:59: Was sind da eigentlich Inhalt?
00:12:01: Du hast ja schon vorher eine kleinere Ausbildung gemacht also War das für Dich wichtig zu wissen was kommt darin vor?
00:12:09: was sind Schwerpunkte?
00:12:12: Oder hast du das einfach gemacht, weil andere gesagt haben komm geh doch den Weg und mach das weiter?
00:12:17: Also ich hab's auf jeden Fall in Richtung gemacht.
00:12:19: Weil die anderen das gesagt haben eigentlich war es von Anfang an mein Plan diese Ausbildung irgendwann zu machen nur eigentlich was nicht meinen Plan direkt danach.
00:12:29: Aber ich habe mich schon darüber informiert.
00:12:32: Zum Beispiel, man hat ja Pflichteinsätze in der Dreijährigen und darüber hab' ich mich informiert was es für Einsätze gibt wo ich überall hin muss aber halt zu wenig über die Schule.
00:12:45: Ja dann
00:12:49: warst du vielleicht auch überrascht also... Also es hört sich zumindest so an, wo du dann in der Schule warst und da wirklich die ganzen Themen kamen.
00:13:00: Das hat alles mit Pflege zu tun.
00:13:05: Ja ich glaube das ist auch ein großer Punkt den man da nochmal rausziehen muss wie geheilvoll eigentlich diese Pflegerausbildung ist.
00:13:14: Die Basie auf unseren Zeiten und es hat sich ja schon sehr viel geändert.
00:13:20: genau.
00:13:21: und dass man also diese überraschung weiß ich bei mir selber auch noch in der pflegeausbildung wo ich dachte wow was man da alles für informationen bekommen zum thema pflege.
00:13:32: Dass man das auch nochmal mental so bisschen besser begleiten könnte.
00:13:37: Ich mache ja relativ viele Fortbildungen auch für Praxisanleiter bezogen auf diese wissenschaftlichen Anforderungen in der Pflegeausbildung bzw.
00:13:47: Auch wie schaffen wir denn das bei den Praxisanleitungen?
00:13:50: Und diesen Überraschungsmoment hat nicht nur ihr Schüler, der ist auch bei den praxisanleitern nämlich vorhanden die dann auch wirklich sagen echt jetzt okay krass oder dann auch mit den Praxisanleitern einfach mal in Richtung Prüfung zu gehen.
00:14:10: Was kommt denn da eigentlich alles?
00:14:11: Was müssen Sie denn eigentlich da alles ja können und kennen an der Stelle, und da geht es wirklich nicht um das Thema fachlich sondern auch diese ganzen Operatoren- und Fragestellungen die ja jetzt auch in Bayern bzw.
00:14:25: ja überall.
00:14:26: aber wie werden sie denn umgesetzt?
00:14:27: was bedeutet denen erklären nennen skizzieren muss ich bei skizzierend malen eigentlich tun.
00:14:38: Und diesen Überraschungsmomenten haben Praxisanleiter auch, die ja auch in dem Zugeherde für zuständig sind, die praktische Ausbildung dann zu gestalten und das ist schon auch ein Punkt wo man angehen müsste.
00:14:52: Ja genau der beliebte
00:14:56: Theorie
00:14:56: Praxistransfer.
00:15:02: Den gibt es schon sehr lange Tanja Keine Angst.
00:15:07: Der hat sich noch nicht davon gemacht, er wird ja eher immer größer.
00:15:12: Das ist mir auch schon Auserfahrung.
00:15:15: Sind die Praxisanleiter da echt oft auch schockiert und denken sich so...
00:15:22: Ja?
00:15:23: Ja sind sie!
00:15:24: Also das ist wirklich so dass man dann aussagt, dass sie sagen hey also Sie sich selber auch die Frage stellen Es ist natürlich jetzt wieder eine andere Ebene.
00:15:33: Warum muss das zu sein?
00:15:34: Wieso braucht man das, ist das überhaupt noch pflege?
00:15:38: Ist auch oft gern mal so die Frage was nutzt es überhaupt im Alltag?
00:15:43: also das ist auch immer wieder ein großes Thema und ja da kann man darüber diskutieren.
00:15:52: meiner Meinung nach ist es schon eine wahnsinnige Qualität die wir dadurch liefern.
00:15:58: Aber man müsste mehr in dieses Anwenden und diesen Transfer für euch Lernende gehen, dass ihr das auch anwenden könnt.
00:16:04: Dass ihr das quasi nicht nur stupide lernen müsst und halt sagt okay es muss jetzt halt sein sondern man theoretisch und praktisch einfach vielmehr in diesem Dieses Leben.
00:16:14: ich sage immer das Ding muss zum leben erweckt werden das muss angewendet werden Sonst ist das totem Materie ja denen geht's auch so.
00:16:28: Aber das ist ja total ein spannender Punkt.
00:16:30: Also Tanja, was belastet dich denn da am meisten?
00:16:34: Das, was du alles lernen musst oder wie das dann in der Praxis ist?
00:16:41: Ich glaube eher
00:16:42: das Ganze lernen weil ich weiß es in der praxis ja und ich sehe es auch und man will es immer bestmöglich machen Mich stresst, glaube ich, erstes Lernen.
00:16:58: Nicht wie es in der Praxis sein wird, weil ich kenne den Alltag und ich weiß, wie chaotisch ein Stressiges sein kann.
00:17:04: aber dort hast du immer deine Leute die's eigentlich meistens können und dir helfen können und wenn dich halt lernen muss das ich halt können oder da kann mir halt keiner helfen.
00:17:16: Ja ja das ist ja total spannend Da gibt es ja schon eine Menge Ressourcen bei dir.
00:17:22: Wenn du zur Arbeit gehen kannst in der Praxis, das nennt man ja auch Ambiguitätstoleranz also dass du das aushalten kannst, dass es in der Theorie ganz anders ist wie in der praxis und wo du dann sagst nein aber ich habe ja meine Kollegen wir machen das wir schaffen das alles zusammen und dein fokus ist erst mal wirklich Inhalte zu lernen genau
00:17:46: spannend.
00:17:50: Also für mich herr' ich auch gerade ein bisschen raus.
00:17:52: So die praktische Ausbildung Tania, das wirkt irgendwie so als würdest du sagen da sind Herausforderungen und es ist mal auch chaotisch, da ist auch mal ein Doverdienst dabei aber an sich per se sind die Ressourcen da sodass du sagst du gehst eigentlich ja gerne auch hin in die Arbeit und das läuft eigentlich oder?
00:18:13: Ja, voll.
00:18:14: Also über die Praxis kann ich mich sehr wenig beschweren.
00:18:18: Es gibt chaotische Dienste wie du sagst aber ja ... Theorie ist das Schlimmerere und Praxis ist eigentlich gut!
00:18:31: Und in der Theorie?
00:18:33: Was sind's denn da für Hauptmark Mali, wo du sagest oder was dir auszubilden auch für euch so festmacht Was denn diese Belastung da auslöst?
00:18:49: Also was ich glaube jetzt persönlich sagen würde, auf jeden Fall die Dozenten sind auch im Punkt wo halt einfach so sagen ihr müsst es können.
00:19:02: Das müsst ihr euch werken in drei Jahren müsst ihr das eh können.
00:19:06: also lernst du es gleich mit.
00:19:08: Die machen einen Druck dann machst du dir selber einen Druck und Die Arbeit erwartet ja auch noch, dass du nicht so schlechte Noten hast.
00:19:18: Und ich weiß nicht, irgendwie macht dir jeder einen Druck und dann bist du einfach nur noch überfordert und weißt nicht was du noch tun solltest.
00:19:31: Was wäre deine Lösung aus Sicht von euch Auszubildenden mit diesem Druck oder mit dem... Ja wie würdet ihr es machen wenn ihr dozenten wird?
00:19:43: Ja, wir würden es wahrscheinlich nicht anders machen.
00:19:50: Aber was hätte der Veralternativen?
00:19:52: Was wäre ein Thema wo er sagt, boah ja mit diesem Druck wie können wir es anders gestalten?
00:20:02: Schwierig!
00:20:03: Also...ja die Dozenten haben recht Wir müssen das in drei Jahren alles können.
00:20:10: aber ich weiß nicht ob sie Motivation ist wenn man uns das zum Beispiel tagtäglich sagt.
00:20:16: Also deswegen kann ich es mir auch nicht merken, wenn ihr mir das jeden Tag sagt.
00:20:26: Ich weiß vielleicht
00:20:27: von den Dozenten so schon streng und so bleiben aber sowas zum Beispiel eher weniger sagen da den Druck ein bisschen rausnehmen und man muss einfach probieren sich selber ein bisschen den Druck rauszunehmen immer nur einzuschüllen oder so sein zu wollen, weil es halt einfach glaube ich in so einer Situation nicht so einfach ist.
00:20:51: Oder ja du darfst dir da selber nicht so einen Kopf machen, weil sonst wird das glaube ich sehr lange drei Jahre wie du da hast wenn du dir selber immer einen Kopf machst.
00:21:05: aber was dann die beste Lösung wäre das weiß ich tatsächlich auch nicht.
00:21:12: Ja, aber ich glaube einmal so diese Thematik auch generell für dieses Dozenten und Lehrerwesen an der Stelle.
00:21:21: Dass man vielleicht auch nochmal, ja da glaub' ich das schon was ist, dass jeder denkt ja immer seinen Unterrichtest du wichtigste und jeder sagt es noch mal und so diesen Druck rausnehmen.
00:21:32: Aber gleichzeitig auch wie du's eigentlich schön sagst, irgendwie muss man ja schon eine gewisse Strenge... heißt jetzt nicht, aber gewisse Linie vorgeben.
00:21:43: Ja
00:21:44: und dann hat's am Ende des Tages wie du es auch schön sagst doch wieder jeder selber in der Hand von euch lernenden, dass man ja ist.
00:21:52: die Frage, wie du das eigentlich schön sagts.
00:21:54: Bringt überhaupt was?
00:21:57: Hat es überhaupt einen Wert wenn man immer wieder sagt schaut euch das an!
00:22:01: Das ist relevant, das müsst ihr können an dieser Stelle weil das wird die intrinsische Motivation von euch allen Weiß ich nicht.
00:22:11: Hat man da wirklich Einfluss drauf?
00:22:14: Also, ich denke manchmal motivieren ist das jetzt nicht, aber es ist schon okay.
00:22:21: Prinzipiell liegt die Motivation in jedem selber, gell?
00:22:24: Ja!
00:22:25: Aber Tanja du hast ja schon angefangen eigene Strategien zu entwickeln.
00:22:29: Du hast ja eben schon mal genannt muss man denn immer eine Eins haben, muss man dann immer die perfekte Note am Ende haben?
00:22:36: was ist da deine Strategie wie... Wie du da jetzt weiter durch die Ausbildung gehst.
00:22:42: Also ich muss sagen, mein Positiv ist... also für mich es positiv kann jeder sehen wie er will.
00:22:49: aber ich war halt schon immer ein Dreierschüler und ich war schon immer zufrieden mit einer drei.
00:22:54: deswegen für mich ist das nicht schlimm wenn ich keine eins oder keine zwei habe.
00:23:01: Ich bin halt auch zufriedend mit einer Drei Und das können halt manchen dich.
00:23:04: Aber das ist halt mein Vorteil weil ich freue mich über eine drei Und es ist auch mal okay, ne Vier oder so zu schreiben.
00:23:12: Weil wir sind auch bloß Menschen und ich bin auch hier umzulernen und nicht... ...um hier meinen Abschluss mit einer Eins abzuschließen.
00:23:20: Deswegen, ich komme damit schon gut klar und ich stresse mich zwar selber auch manchmal aber nicht so stark wie sich, glaube ich, manche andere reinverkopfen Ich muss so gut sein, ich muss einschreiben meine Praxis plus gut sein, da was ich auch an eins habe.
00:23:40: Deswegen, ich komme damit schon sehr gut
00:23:42: klar.".
00:23:44: Wunderschön gesagt!
00:23:45: Wir sind ja
00:23:45: alle so Menschen.
00:23:47: Genau richtig gut
00:23:48: und
00:23:49: das würde ich mir auch für wirklich den einen oder anderen Lernenden auch mehr wünschen, so eine gesunde Einstellung zu dem Thema Lernen auch zu haben und zu sagen hey okay das Thema Schule ist da Das sind die Anforderungen da.
00:24:05: Aber was ist denn so meins, wo will ich den landen?
00:24:08: Wo will ich denn schlussendlich auch hin?
00:24:11: und wenn ich dann sowas hört zu sagen hey was weiß ich, meine Landenden sagen ja im Coaching auch zu mir für mich nicht das und es brauche ich nicht oder ich will da und da landen Dann ist das auch völlig in Ordnung Und dann kann das auch mal ein Vierer sein Wenn das Thema halt auch nicht meint.
00:24:26: zwar Meine Güte manche Sachen gehen halt einfach in diesen Kopf nicht rein Und dann ist das doch auch völlig in Ordnung an der Stelle.
00:24:34: Das ist, glaube ich, auch was meiner
00:24:37: Meinung
00:24:37: nach – und das hast du schön gesagt, Tania -, dass sich da einer oder andere Lernendete ein bisschen leichter tun würde?
00:24:44: Ja!
00:24:46: Also für sich ganz klar zu sagen, dessen das möchte ich, in die Richtung will ich mich entwickeln.
00:24:54: Für mich ist überall in jedem Fach, was wir ja in Bayern einfach haben.
00:24:59: Ist ein Dreier für mich völlig ausreichend.
00:25:01: und was weiß ich?
00:25:02: Wenn ich das in der Abschlussprüfung auch habe oder vielleicht noch mich verbessere, was meistens auf den Fall ist weil man da ja auch noch intensive dann auch lernt, dann ist es doch völlig in Ordnung.
00:25:12: Aber was natürlich schon zu einer Kollidierung ist, ist so dieses Thema wenn's halt nur Vierer, Fünfe, Dreier eher sich in dem hinteren Segment schlussendlich befindet.
00:25:25: Da kommt dann natürlich wieder der Dozent die Lehrkraftgeld, die dann aussagt okay Puh da müssen wir mal hingucken und schon haben wir die erste Kollidierung an dieser Stelle.
00:25:35: ja aber vielleicht müssten das Lern eine Lehrkräfte oder Dozent auch wieder lernen?
00:25:42: Das muss ich zum Beispiel auch.
00:25:43: was für mich wichtig ist dieses Loslassen
00:25:48: Ja das wäre wichtig
00:25:53: Das ist aber nicht immer so
00:25:54: einfach.
00:25:55: Nee, es geht halt einfach um Erwartungen.
00:25:58: Erst mal die Erwartung der Auszubildenden an die Ausbildung, aber auch Anerwartungen der Pädagogen an die auszubildende und die müsste man ja am Anfang mal abgleichen.
00:26:11: also wo möchte denn jeder hin?
00:26:13: Was sind dann tatsächlich die Erwartungen?
00:26:16: wird da in der Praxis drüber gesprochen?
00:26:18: Tanya Über die Erwartungen, meinst du?
00:26:22: Ja.
00:26:26: Eigentlich finde ich gar nicht.
00:26:29: Also wenn ich jetzt drüber nachdenke... Nee!
00:26:34: Gar nicht eigentlich.
00:26:36: Sie sind irgendwie so ein ungeschriebenes Gesetz, das muss so sein.
00:26:40: Es ist irgendwie immer so die Erwartungen da, dass sie gut sind und motiviert sind.
00:26:45: Dass man dabei ist aber an sich per se.
00:26:49: Und es ist dann ja auch was, was ich häufig Wenn ich dann natürlich in Coachings bin mit meinen Lernenden, da sehe ich das.
00:26:56: Dann wenn ich sehen eins zu eins habe wo ich sage was sind denn die individuellen Voraussetzungen Erwartungen?
00:27:02: Warum ist das Leistungsbild vielleicht gerade so wie es ist?
00:27:07: und ja dass das vielleicht auch mal eine Überlegung wo man sagt Mit welchen Erwartung kommen die Lernende und mit welchen erwartungen steht Schule oder Bildungseinrichtung da?
00:27:22: Genauso wie mit dem, was kommt denn eigentlich alles in der Schule?
00:27:26: Was wird denn da alles unterrichtet.
00:27:28: Was sind denn da so grobe Themen?
00:27:31: Ja weil ich denke man geht so in eine Ausbildung rein und dann ist man einfach da dass die Praxis das die Theorie und dann bitte erst mal machen und da spielt so viel nebenher ne Rolle oder Sachen die man vorher vielleicht auch besprechen könnte dass es In der Praxis halt auch einfach besser läuft zu fragen, was erwarte ich von mir und was erwarten die Lehrer von mir?
00:27:53: Zum Beispiel in Tanjas Fall.
00:27:56: Aber würde man sich das jeder fragen würden glaube ich viele die Ausbildung nicht machen weil sie dann vielleicht wissen was auf einen zukommt.
00:28:09: Und ich glaube wüsste ich jetzt oder hätte ich damals gewusst, was ich jetzt weiß?
00:28:14: Hätte ich es niemals angefangen und deswegen ist das glaube ich besser dass man nicht alles weiß.
00:28:25: Das kann man auch in Frage stellen, ob das so viel besser ist.
00:28:32: Ich glaube Passé ist das Prinzipial egal wie rum weil es natürlich ganz viele Menschen gibt die dann in dem Zuge Ich glaube, auch vieles wissen sich ja abschrecken lassen.
00:28:45: Also ich per se finde man muss es glaube ich erleben und muss in das Ganze gehen und sich das auch anschauen und dann wirklich aber entscheiden zu können ist es was für mich oder ist es nichts für mich?
00:28:56: Das ist schwieb, dass ich vielleicht auch wie du's jetzt gemacht hast, Tanja vorher mal Praktika mache und sage okay ich gucke mir wirklich das Mal an Wie lebt Pflege in der Praxis?
00:29:06: Ja gut!
00:29:08: Gleichermaßen Fuli ist natürlich jetzt schwierig, ein Praktikum im Unterricht zu machen an der Stelle.
00:29:15: Ich glaube dass das erst im Nachgang kommen kann.
00:29:19: ich bin da jetzt als Pädagoge kein so ein Fan davon zu sagen ah ja jetzt habe mir das alles mal durchgelesen weiß ich nicht weil es kann dann auch nochmal ganz anders sein.
00:29:30: jeder hat seine andere Meinung.
00:29:32: ich glaube man muss es halt einfach wie du sagst selber durchleben, um das verstehen zu können wie es ist.
00:29:39: Weil jeder eine andere Meinung hat und
00:29:43: auch eine andere Wahrnehmung was gewisse Dinge auch betrifft.
00:29:47: Und dann muss man schlussendlich für sich die Entscheidung treffen Ist dieser Beruf etwas oder ist dieser Beruf halt schlossendlich?
00:29:58: nichts für mich?
00:30:00: Pflege geht nicht ohne theoretisches Fundament.
00:30:05: Da muss ich ganz... Da spricht das Pädagogenharz, oder auch schlussendlich die Kollegin, die auf Station war.
00:30:14: Ohne theoretischen Rahmen finde ich haben viele Dinge auch keine Qualität.
00:30:19: Also China da sind wir beide jetzt schon ein bisschen älter gern, haben vielleicht einen größeren Bereich an Verantwortung getragen und es macht nämlich schon eine große Unterschiede ob ich einen theoretischem Background habe Und Dinge weiß oder auch argumentieren begründen kann.
00:30:38: Wie wenn ich halt sage, Mai spielt ja alles keine Rolle?
00:30:44: Also mit einem großen theoretischen Background arbeitet man anders in der Pflege.
00:30:49: Das kann ich schon mal so unterstreichen weil man natürlich ganz viele Inhalte mit sich trägt wo man dann denkt achja da stellt man wieder ein Transfer her.
00:30:59: aber das kommt auch mit den Jahren erst Ich denke noch nicht am Anfang wenn man in die Pflege rein startet und von daher kann ich dir da nur zustimmen.
00:31:09: Und ich bin mit Sicherheit der Meinung, dass Pflege auf viel Expertise braucht.
00:31:14: Nur
00:31:15: ich glaube was Tanja oder auch so ein bisschen schockiert hat weiß ich nicht aber wie viel es für die Pflege wirklich braucht.
00:31:23: An Wissen, an Dingen, die zu lernen sind was man ja eigentlich im Pflegealltag so erstmal auch nicht sieht.
00:31:31: ich weiß nicht Tanja wie geht's dir da mit?
00:31:33: Also ist das so?
00:31:35: Ja du hast echt gut auf den Punkt gebracht weil ja Theorie braucht man ich muss die Krankheitsbilder kennen und Tabletten Wirkstoffen alles ist wichtig und das wusste ich auch.
00:31:47: Aber halt einfach zum Beispiel Pflegetheorien hätte ich niemals gedacht, dass es so viele gibt die auf mich zukommen.
00:31:55: Oder Thema Grundrecht logisch kommt das dran wegen den Menschenwürde und so.
00:32:04: aber das ist so viele Sachen dann gibt was wir da noch mit rein machen was man halt einfach im Alltag nicht sieht oder Religion kommt nochmal dran ja Es kommen verschiedene Religionen ins Krankenhaus, aber halt auch immer so extra Sachen noch dazu wo man weiß ich nicht ob man das unbedingt gebraucht hätte jetzt im Unterricht oder ob man es einfach macht damit's halt gemacht ist.
00:32:35: Ja das sind natürlich diese, weil ihr dann auch in euren unterschiedlichen Settings seid und dann natürlich... Das ist genau das was ich meine mit diesem Themen zum Beispiel.
00:32:47: Sicherlich haben wir verschiedene Religionen und auch Transkulturalität, die wir brauchen.
00:32:53: aber da gibt es natürlich Bereiche.
00:32:54: Da ist es wichtiger weil einfach das mehr gefragt ist oder dann gibt's halt einfach auch Dinge wo man sagt okay in den Bereichen brauche ich vielleicht eher weniger oder auch die Erklärungsmodelle die es dazu dann auch gibt ja dass das ist dann immer so.
00:33:10: die Frage die natürlich bei den Lernenden häufig auf kommt Ja, wenn ich das nicht sehe.
00:33:15: Wofür brauche ich es denn dann?
00:33:19: Oder Tanja?
00:33:20: Ja, das stimmt!
00:33:23: Ja genau und das ist glaube ich eigentlich so eine große Herausforderung zwischen uns Pädagogen und euch Lernenden dass wir da irgendwie so ein bisschen in den Einklang, dass wir glaube ich auch sagen okay gut man muss jetzt das nicht total übertreiben aber die Lernende halt schon auch gewisse Dinge mitbringen und sagen ja gut ok ok Aber das ist nicht immer einfach.
00:33:51: Ja, und trotzdem... Das ist schon richtig!
00:33:56: Man stellt sich ja auch als Pädagoge oft an die Frage okay, brauche man das jetzt?
00:34:07: Und dann stellt sich der Schüler natürlich in dem Zuge die gleiche Frage Okay wenn du schon fragst brauchen wir das?
00:34:13: Dann frage ich natürlich auch noch brauchen wir es wirklich?
00:34:17: Ich kann mal bestimmt über gewisse Themen diskutieren und auch besprechen, definitiv.
00:34:28: Das ist aber glaube ich auch was auch in den Praxisanleiterschulungen immer wieder das Thema ist dass wir Pädagogen da gar nicht so den Riesenspielraum haben.
00:34:38: Ihr macht halt
00:34:39: auch das einfach was euch vorgegeben wird und könnt euch das ja auch nicht selber raussuchen?
00:34:47: Das ist, glaube ich auch was wo wir vielleicht da einfach zukünftig.
00:34:52: auch das würde ich mir wünschen dass Lehrer und Schüler einfach mehr sich wieder näher kommen.
00:34:58: Das ist auch etwas was ich mir so wünsche an der Stelle.
00:35:02: Mehr Verständnis und ich glaube auch mehr verständnis kommt auch durch das mehr informieren meiner Meinung nach und auch dann ja so ein bisschen vielleicht dahinter die Kulissen blicken.
00:35:13: Wir haben schon einen Spielraum, wo wir auch sagen können okay das Thema so.
00:35:16: Wir legen auch für unser, sag ich mal Setting oder für unseren ja... Wo wir einfach auch leben und pflegen würde ich jetzt mal sagen dass man da auch Schwerpunkte setzt.
00:35:29: aber es gibt halt einfach auch rechtliche Grundlagen wie in einem gewissen Rahmenlehrplan von dem man natürlich nicht abweichen kann wo ganz klar ja auch drin steht was getan werden muss und was dann zum Schluss natürlich auch abgeprüft wird.
00:35:43: Und die Prüfungen werden zentral gestellt, das ist schon mal so... Jetzt kommen wir eigentlich zu deinen Herausforderungen, Tanja irgendwie ein bisschen aber die hängen total mit meinen als Pädagoge zusammen.
00:35:56: Wie schaffen wir es denn da einen Mittelweg zu finden?
00:36:04: Da bin ich auch gerne noch mal rein, weil das ist so spannend jetzt zwischen euch beiden.
00:36:10: Weil es geht ja darum eine Verständnis für die Rolle des Gegenübers zu haben also Tanja du gegenüber zum Beispiel wenn jetzt Nadine eine Lehrerin wäre wer steht da vor dir und Nadine auch gegenüber Tanja wen habe ich wirklich davor mir sitzen?
00:36:30: Und alleine wenn man sich das nur überlegt schafft und Verständnis dafür bekommt.
00:36:37: Und du hast das ja eben schon gesagt, okay aber meine Lehrer haben ja auch nur jemanden drüber der sagt so und so sieht es Curriculum auf und bitte jetzt in die Umsetzung.
00:36:48: Dann entwickelt man ein Verständnis und kann viel besser miteinander arbeiten.
00:36:53: Die Frage ist immer wo haben wir den Handlungsspielraum?
00:36:57: Und das hast du in diesen Möglichkeiten.
00:37:00: Natürlich nicht, wenn Rechtsgrundlagen gelehrt werden müssen und es sind verschiedene Artikel auswendig zu lernen die du wissen musst, die Abrufbereit sein müssen dann gibt es wenig Handlungsspielraum.
00:37:12: aber die Frage ist wo gibt es den?
00:37:14: Was kannst du da machen?
00:37:16: wie kannst du damit umgehen?
00:37:21: Ja ja und dann brauche ich natürlich auch ein Gegenüber.
00:37:29: Trotz, dass diese Dinge halt so sind wie sie jetzt sind auch gewissermaßen offen bleibt dem gegenüber und man halt ja so blöd das auch klingt.
00:37:38: Manche Dinge halt einfach machen muss.
00:37:44: Ja ich glaube, dass die Schüler auch einfach nochmal vergessen, dass nicht die Dozenten aussuchen wo den Unterricht waren sondern dann dass es auch von irgendwo oben drüber her kommt.
00:37:56: weil
00:37:58: Ich weiß nicht auch selber, in meiner Klasse denke ich es mir manchmal.
00:38:01: Das sucht nicht die Descentin, die wir gerade haben aus sondern irgendwer von weiter oben hat das ihr gegeben und sie muss das machen.
00:38:09: Denke ich mehr manchmal... ich glaube die Lehrerin hatte auch keinen Bock drauf dass wir das hier unterrichten weil einfach monoton und langweilig ist.
00:38:17: aber.. Ich weiß ich manchmal denkt wenn da glaube ich zu wenig drüber nach
00:38:23: Ja Das ist ja dann, weil man da halt sehr bei sich ist und seine Bedürfnisse da gerade
00:38:29: befriedigt
00:38:30: haben möchte.
00:38:33: Und trotz alledem gibt es da dann glaube ich auch Spielraum was ich mir als Pädagoge natürlich auch überlegen muss wie bereite ich's denn methodisch auf?
00:38:42: Ist das richtig Tanja dass du sagst, dass ich oft keine keine Spielräume wirklich habe zu sagen, ich mache es halt nicht.
00:38:49: Weil am Ende hab' ich dann das Problem wenn's dann nicht unterrichtet worden ist und dann in der Prüfung abgefragt wird.
00:38:57: Dann haben wir nämlich ein größeres Problem an der Stelle.
00:39:02: Ja... Und trotzdem habe ich aber als Pädagoge methodisch glaube ich die Möglichkeit viele Dinge bunter ansprechender auch einen loslassen wieder.
00:39:14: Was lasse ich denn ausarbeiten?
00:39:16: Wie lasse sich es ausarbeiten, kann ich da Freiraum geben.
00:39:21: Ja
00:39:22: spannend!
00:39:25: Ich finde das auch ganz spannend weil eigentlich wenn man mit der Erwartung, wenn wir da wieder darauf zurückkommen und hineingeht dass man sich zum Beispiel schön macht, also wenn du mit deiner Methodik nimmst und sagst okay ich setze das jetzt so um... Das ist vielleicht auch Interesse bei Auszubildenden auf Interesse stößt und Tanja ja auch sagt okay ich habe jetzt den Unterricht, da müssen wir jetzt durch aber trotzdem vielleicht gibt es spannende Sachen vielleicht zählen die jetzt gerade nicht für die Pflege.
00:39:56: Aber für mich vielleicht privat ist das ja ganz spannend.
00:39:59: wie ist denn das da eigentlich?
00:40:00: also dass man immer versucht von sich aus auch da nochmal eine andere Erwartung reinzunehmen, dass man da jetzt nicht durch muss weil sonst ist es super anstrengend.
00:40:10: Ja, und ich denke jetzt die ganze Zeit drüber nach.
00:40:13: Eigentlich wollen wir alle das Gleiche sowohl dozent als auch auszubildenden.
00:40:17: Du hast gerade gesagt, Sie müssen dieses schön machen oder dann ja wo wir alle
00:40:22: hinwollen.
00:40:24: Schön machen an der Stelle, ja!
00:40:27: Und dann gewisse Sachen auch antrickern müssen... Prinzip gilt auch meine Aufgabe, diese extrinsische Motivation zu sagen okay mit Methoden.
00:40:39: Mit gewissen Sachen trigger ich das an
00:40:43: aber
00:40:44: auch auf der anderen Seite.
00:40:45: gut arbe ist jetzt wieder so ein schweres Wort wenn nicht dann halt intrinsisch und da halt keine kein kleines Feuerchen Flämmchen brennt wie ich.
00:40:53: sie muss sogar gesagt Dann ist natürlich halt auch wenig möglich Aber am Ende des Tages wollen wir alle das Gleiche.
00:41:06: Ja, ich glaube auch!
00:41:09: Zum Schluss glückliche Auszubildende, glücklichen Lehrer und ihr habt alle quasi eure Urkunde in der Hand.
00:41:15: Das
00:41:16: ist ja sehr schön.
00:41:19: Und mental gesunde Auszubilgenden die sich aber nicht so gestresst fühlen?
00:41:25: Ich glaub dass es ja... Tanja du hast uns da heute schon viele Strategien durchblicken lassen in deiner Ausbildung schon entwickelt hast, die ich total spannend finde.
00:41:37: Wo hoffentlich ein paar Hörer von uns auch sagen, ah ja das ist interessant.
00:41:41: dem Gedanken müsste ich auch mal bisschen nachgehen.
00:41:44: vielleicht wird es dann auch einfacher.
00:41:46: also vielen Dank dafür!
00:41:48: Ja sehr gerne wenn es irgendwie was hilft wird natürlich gut weil sich halt alle zu sehr einfach reinstösten.
00:41:57: und dass ja ist einfach nicht gut
00:42:01: Das ist richtig.
00:42:02: Es ist alles sehr fest geworden, gell?
00:42:05: So diese... wieder mehr Leichtigkeit in manche Sachen.
00:42:09: Leichtigigkeit aber nicht zu sagen wir nehmen es nicht leicht sondern wir nehmen die Termthemen ernst, aber ja mit einer gewissen Weichheit auch an der Stelle dass wir uns alle entwickeln und Potenziale auch nutzen können an dieser Stelle Ich denke jetzt auf die ganze Zeit eigentlich drüber nach und das ist ja schon was, worüber ich mir als ich persönlich als Pädagogin auch viele Gedanken mache.
00:42:32: Ich muss aber oft ganz ehrlich sagen dass die zeitlichen Ressourcen wirklich in dem Zuge echt mein größter Killer sind.
00:42:40: wenn ich ganz ehrlich...
00:42:45: Ja und das verkleinert ja eigentlich auch den Handlungsspielraum denn du dann hast Nadine
00:42:51: genau den man dann einfach hat diese zeitlichen Ressourcen dann auch für die Lernenden wirklich auch zu nutzen, Dinge langsamer zu machen.
00:43:02: Dann auch ihnen die Zeit zu geben selbstständig da nochmal Dinge während des Unterrichtes.
00:43:09: gleicherwohl muss ich aber auch sagen unterricht triggert an.
00:43:12: Unterricht ist nichts was quasi sagt okay wenn ich da drin sitze danach weiß ich alles.
00:43:18: Aber die zeitlichen ressourcen... Wie du es jetzt in deinen Unterrichten wahrnimmst, das ist schon oft auch so ein bisschen... Ja?
00:43:28: Weiß ich nicht.
00:43:29: Oder?
00:43:32: Es
00:43:34: weiß sich unterschiedlich irgendwie.
00:43:36: Also kommt auf den Tag auch drauf an nie gleich eigentlich.
00:43:45: Ich meine von den Themen her, dass man sagt für manche Themen bräuchte man einfach mehr Zeit und für andere Themen, wo man sagt okay das ist jetzt so ausgedehnt.
00:43:53: Das hätte man auch kürzer machen können.
00:43:56: Ja also ich meine zu diese wie viel Zeit gibt man euch sich mit Lohnmaterial zu beschäftigen?
00:44:05: Ist ja schon immer ein hoher Takt!
00:44:07: Ja also das finde ich auf jeden Fall.
00:44:09: in manchen Themen hätte es ausgeprägter sein können und an manchen hätte man es viel viel kürzert sehen können.
00:44:16: nicht so viele Tage weil es halt einfach... weiß ich, als Schüler kann man das glaube ich leicht sagen.
00:44:25: Ich weiß auch nicht wie's mit dem Unterricht vorbereiten und so ist aber ich denke mir schon oft, dass hätte man jetzt vielleicht kürzer ziehen können und das hätte man vielleicht noch ein bisschen ausführlicher machen können, weil sie noch nicht alle so verstanden haben oder das hätte wir öfters noch machen sollen mehr üben sollen damit alle vielleicht besser können und besser vorbereitet sind.
00:44:55: Ja, an der Stelle fehlt auch ein bisschen Austausch.
00:44:58: wieder da noch mal eine Rückmeldung zu haben.
00:45:01: wie war das eigentlich jetzt für euch nach so einer Einheit?
00:45:05: Wie geht es euch damit und wie geht's mir als Lehrende damit?
00:45:12: Und aufgrund dieses Austausch noch mal zu gucken, was kann man verändern?
00:45:17: Wo sollte der Fokus liegen?
00:45:21: und ja manchmal sind die Dinge auch so wie sie sind.
00:45:24: Da ist nicht mehr viel zu ändern aber oft gibt es ja auch kleine Möglichkeiten, die dann schon helfen.
00:45:29: Und wenn's nur nochmal eine kleine Pause zwischendurch ist weil das halt so viel ist oder...
00:45:40: Das ist die Kunst an dem Ganzen!
00:45:46: Ja,
00:45:47: super spannend.
00:45:49: Gibt es noch was Tanja?
00:45:53: Was du zum Schluss vielleicht noch anmerken möchtest, wo du sagst, Schade ist das dir ganz wichtig auch nochmal.
00:46:01: Ja, etwas Positives vielleicht auch so zu unserem Abschluss von unserem Podcast.
00:46:07: ja, vielleicht drei positive Dinge, wo Du sagst deswegen also ist es trotzdem wert da zu bleiben weiter zu bleiben, an der Ausbildung auch festzuhalten?
00:46:20: Also beim Punkt Nummer eins auf jeden Fall.
00:46:24: Weil ich gerne den Leuten helfe und deswegen mache ich das auch weiter weil ja Schule war... Ich helfe ja gerne den Menschen und freue mich auch wenn die zu uns kommen und dann man sieht halt den Fortschritt was sie machen zum Beispiel wenn jemand lange im Bett lag und dann läuft die Person wieder.
00:46:46: Und das freut ja ein, wenn man den Fortschritt sieht wie es den Leuten einfach besser geht.
00:46:52: Dann
00:46:52: Nummer zwei auf jeden Fall weiß man halt auch einfach Spaß macht.
00:46:56: ich finde man sollte nicht nur zum Arbeiten gehen dass man halt ja arbeiten war sondern auch weil es einem Spaß machen sollt.
00:47:06: und Punkt Nummer drei so schlimm.
00:47:13: Also ja Schule, aber es gibt auch positive Sachen.
00:47:19: Zum Beispiel man macht ja auch Praxis-Sachen also man wird ja auch praktische Sachen in der Schule gezeigt und sowas macht ihr auch Spaß.
00:47:30: Die Tage wo wir Praxis machen ist eigentlich immer ganz cool und das mit viel Lachen verbunden und man hat auch Spaß!
00:47:40: Stuhle gehen, hinsitzen, sieben, acht Stunden und dann geht man wieder heimweiter lernen.
00:47:45: Also da gibt es schon auch positive Sachen wo man Spaß haben kann.
00:47:50: Schön, sehr schön!
00:47:51: Das klingt doch gut.
00:47:54: Tanja wir wünschen dir auf jeden Fall für deine weitere Ausbildung dass du damit Power durchgehst Und auch andere begeistern kannst vom Pflegeberuf.
00:48:03: Also gerade jetzt nach diesen drei Punkten finde ich, du kannst ja beines ansprechen das was nicht gut läuft aber auch das was gut läuft und was dich in der pflege hält und wo du sagst ja wohl da bin ich gerne dabei schön danke
00:48:18: Ja Danke auch
00:48:20: Ganz, ganz, ganz tolle Haltung glaube ich die wirklich auch in dem Zuge vielmehr nach außen getragen werden muss.
00:48:28: Wie du es eigentlich so schön vereinschendiert haben ja dieses einerseits boah nee das ist echt kacke Teilweise aber gleichzeitig auch diese Haltung und du sagst ne da sind noch tolle Sachen dabei.
00:48:40: Ich weiß warum ich's mach ich möchte das Und ich schaffe dass auch an der Stelle.
00:48:45: das finde ich eine ganz ganz ganz toller Haltung weil wir Also es wäre ja utopisch, wenn jetzt alle rausspringen würden und sagen mein Gott das ist die tollste Ausbildung.
00:48:55: Das alles super da ist alles nur Blümchen an der Stelle.
00:48:58: Das würde ja auch keinem irgendwie jemand abnehmen in dem Zoo hier nicht.
00:49:02: Und ich glaube das ist super ehrlich wie du da jetzt einfach mit uns im Podcast noch mal nach außen transferierst dass die Dinge da sind und das ist glaub ich sich immer lohnt und das schmiert heute auch als Pädagogin nochmal deutlich geworden.
00:49:17: Es lohnt sich auch immer wieder mal hinzuschauen und ich mach das relativ häufig, ist alles klar.
00:49:22: Wie geht's?
00:49:23: Wie tun wir?
00:49:24: Macht Spaß?
00:49:25: Müssen wir was umstellen?
00:49:27: Also auch immer mal wieder fragen wie geht es denn dir eigentlich gerade?
00:49:30: Passt es so?
00:49:31: Sollen wir es anders machen?
00:49:32: Ich glaube diese Austausche und dieses Beieinander sein, ich glaube das wird meiner Meinung nach der Weg der Zukunft sein gemeinsam und nicht gegeneinander... Vielen Dank, Tanja für diese Impulse auch.
00:49:46: Für mich als Lehrkraft da an der einen oder anderen Stelle ja den Druck vielleicht etwas rausnehmen und nicht meinen man muss jetzt da nochmal sagen ihr müsst ihr könnt ihr soll sondern sagen hey das machen wir doch einfach mal.
00:50:00: na gucken wir
00:50:02: genau das durfte ich von euch beiden mitnehmen.
00:50:05: gesehen werden die anderen wieder sehen und in Kommunikation zu gehen Erwartungen zu klären Genau, auf dieser Ebene ein bisschen mehr sich aufzuhalten um den Druck wieder raus zu nehmen.
00:50:18: War wunderschön im Gespräch zu erfahren!
00:50:24: Na dann würde ich sagen wir verabschieden uns von allen da draußen auch von unserem lieben Tanja die heute wirklich sich auch getraut hat da Einblicke dazulassen.
00:50:34: wie ist es denn jetzt wirklich so?
00:50:35: natürlich nicht umfassend das geht gar nicht.
00:50:38: oh Gott in fünfzig Minuten schon wieder liebisch Genau.
00:50:43: Und dann würde ich sagen, verabschieden wir uns an der Stelle oder?
00:50:48: Auf jeden Fall also
00:50:49: und sagen bis zum nächsten
00:50:51: Mal und ciao!
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